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Mesut Özil erzielte für Werder bislang drei Saisontore © getty

Das "Juwel" von Werder Bremen hat sich entschieden: Mesut Özil will trotz des Werbens der Türkei auch künftig für Deutschland spielen. "Ich fühle mich wohl beim DFB", sagt er.

Von Daniel Rathjen

München - Eigentlich war doch eh alles klar.

Mesut Özils Wurzeln sind türkisch, er ist jedoch in Gelsenkirchen aufgewachsen. Seine Biografie ist eine deutsche.

Vor einem Jahr stellte er auch den Antrag auf Ausbürgerung aus der Türkei - eigentlich ein klares Signal, für welche Nation er künftig kicken will.

Aber der türkische Verband warb in Person von Trainer Fatih Terim zuletzt heftig um die Dienste des 20-jährigen Werder-Mittelfeldspielers - Özil schwankte, seine Zukunft schien offen.

"Fühle mich beim DFB bestens aufgehoben"

Bis jetzt. Denn der Filigrantechniker betont gegenüber der "Kreiszeitung Syke": "Ich fühle mich beim DFB bestens aufgehoben. Ein anderer Verband als Deutschland kommt für mich momentan nicht in Frage."

Seine Familie hatte Özil die freie Wahl gelassen. "Mein Vater hat gesagt, ich soll da spielen, wo ich mich am wohlsten fühle. Und ich bin derzeit in der U-21 sehr, sehr glücklich."

Feste Größe bei Eilts

In der Crew von Dieter Eilts ist Özil bereits eine feste Größe und momentan kaum wegzudenken. Auch im Verein ist der Ex-Schalker zum Leistungsträger avanciert.

Geht es um die Zukunft des deutschen Fußballs, fällt zuverlässig sein Name in einem Atemzug mit Marko Marin, Toni Kroos oder Sami Khedira.

Die gehören einer Generation von Talenten an, die nach der Weltmeisterschaft 2010 die A-Nationalmannschaft prägen soll.

Löw ist am Zug

Eine Steilvorlage für Joachim Löw lieferte Özil bereits: "Es wäre eine Riesensache, wenn der Bundestrainer mich anrufen würde. Ich würde mich persönlich sehr darüber freuen. Und es wäre eine große Ehre."

Doch das ist nach Meinung von Bremens Sportdirektor Klaus Allofs "nur eine Frage der Zeit".

Darauf setzt auch Özil: "Ich muss bei Werder weiterhin meine Leistung bringen. Dann kommt irgendwann alles von alleine."

U-21-EM als nächstes Ziel

Zunächst einmal steht für ihn aber die EM-Endrunde der U-21 im kommenden Juni in Schweden im Blickpunkt. Auf die Last-Minute-Qualifikation "bin ich sehr stolz", sagte der Mittelfeldspieler.

"Ich freue mich riesig auf die EM. Dort will ich Gas geben, und ich denke, dass wir auch den Titel holen können."

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