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Halten den DFB hin: Joachim Löw (l.) und Oliver Bierhoff © getty

Es bleibt dabei: Erst nach der WM gibt's eine Entscheidung über eine Vertragsverlängerung des Bundestrainers und seinem Team.

Von Christian Paschwitz und Martin van de Flierdt

Centurion/München - Nichts ist's mit einer vorzeitigen Entscheidung:

Erst nach der WM wird es eine Entscheidung über die Zukunft von Joachim Löw und seinem Trainerstab geben.

Das bekräftigte Oliver Bierhoff während einer Pressekonferenz am Freitag in Pretoria.

Der Teammanager dementierte damit nach DFB-Präsident Theo Zwanziger und DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach eine entsprechende Meldung der "Bild"-Zeitung.

Die wollte erfahren haben, ein neuer Vertrag über eine Laufzeit von zwei Jahren sei bereits vereinbart worden.

"Nachricht stimmt nicht"

"Diese Nachricht stimmt nicht, wir werden das nach dem Turnier besprechen, Wir haben immer gesagt: Wir wollen das Turnier zu Ende spielen", sagte Bierhoff.

Und weiter: "Danach ist genug Zeit, darüber zu sprechen. Aber man braucht nach dem Turnier auch drei, vier Tage Zeit, um den Kopf freizubekommen."

Zeitlich lasse man sich ohnehin nicht zu einer Entscheidung drängen.

"Wir haben immer noch nicht drüber gesprochen. Wir wissen, dass wir es nicht ewig herauszögern können, es gibt aber keinen festen Zeitplan", so Bierhoff.

Fokus auf Uruguay-Spiel

Die alleinige Konzentration gilt gegenwärtig dem Spiel um Platz drei gegen Uruguay (Sa., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

"Man sollte die Gelegenheit nutzen, mit guten Erinnerungen und einem Erfolg die WM abzuschließen", erklärte Bierhoff. "Es gibt auch eine Medaille. Das wäre eine schöne Erinnerung"

Offen ist laut Bierhoff allerdings noch, ob einige der bisherigen Reservisten beim Duell in Port Elizabeth zum Einsatz kommen. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Gelegenheit für Ersatzspieler

"Das ist zweischneidige Sache", erklärte er.

"Zum einen wollen wir natürlich zeigen, dass wir das Spiel ernst nehmen - und wir wollen auch gewinnen. Auf der anderen Seite ist das kleine Finale aber auch Gelegenheit, den einen oder anderen Ersatzspieler zu belohnen."

Allerdings plagen die DFB-Auswahl nach dem verlorenen WM-Halbfinale gegen Spanien (0:1) einige Personalprobleme. 260484(DIASHOW: Die Bilder des Spiels)

Besonderes Match für Klose

Kapitän Philipp Lahm und Lukas Podolski verpassten wie auch Bundestrainer Löw wegen eines grippalen Infektes das Abschlusstraining.

Miroslav Klose, der seinen Titel als WM-Torschützenkönig verteidigen will und dem zudem zur ewigen Bestmarke von Ronaldo (15) nur noch ein Treffer fehlt, fehlte wegen Rückenbeschwerden und absolvierte eine Einheit im Quartier.

Zudem musste Ersatztorwart Tim Wiese wegen einer Schleimbeutelentzündung passen.

Butt wohl für Wiese

So könnte es zwischen den Pfosten wohl auf Jörg Butt hinauszulaufen.

"Er hat als Typ der Mannschaft weitergeholfen", deutetet Bierhoff an. "Aber wir werden das am Abend entscheiden."

Mesut Özil und Sami Khedira, die zuletzt über muskuläre Probleme geklagt hatten, sind dagegen fit.

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