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Sami Khedira (r. mit Per Mertesacker) erzielte den 3:2-Endstand © getty

Trotz des dritten Platzes hat die Gesamtleistung der deutschen Mannschaft gehörig Eindruck hinterlassen. Die Pressestimmen.

Johannesburg - Nach dem 3:2 im kleinen Finale gegen Uruguay feiert die internationale Presse die deutsche Nationalmannschaft als Team der Zukunft 261784(DIASHOW: Bilder des Spiels).

"Es war eine weitere Erinnerung an den gesunden Zustand des deutschen Fußballs", schrieb das englische Boulevardblatt "News of the World".

Spieler wie Mesut Özil, Thomas Müller und Sami Khedira formen "das Rückgrat eines Teams, das erst an der Oberfläche seines Potenzials kratzt".

Die "Mail on Sunday" urteilte: "Deutschlands junges Team hat gezeigt, warum es zu den Favoriten für die nächste WM gehört, als es nach einem Rückstand die Bronzemedaille in Südafrika gewinnt."

Die italienische "Gazzetta dello Sport" lobte: "Die Kontinuität auf hohem Niveau der deutschen Schule ist ein Beispiel für jeden."

SPORT1 hat die internationalen Pressestimmen gesammelt.

URUGUAY

"El Pais": "Die Krake hatte Recht: kein Platz auf dem Siegerpodest. Uruguay verabschiedet sich von der WM in einer Partie, in der es den Sieg verdient gehabt hätte, aber in der Fehler von Torhüter Muslera entscheidend waren."

"El Observador": "Die Ehre blieb unversehrt. Auch die Niederlage trübt nicht, was Uruguay bei dieser WM erreicht hat: Ruhm und vor allem Respekt. Die WM kann einen Weg öffnen, damit wir nicht noch einmal 40 Jahre warten müssen und damit sich die Leiden der Qualifikation lohnen."

SPANIEN

"AS": "Deutschland feiert sein Happy End beim Kampf um den dritten Platz. Wieder ein Erfolg des Kraken Paul, der den deutschen Erfolg vorausgesehen hat. Khedira, der von Real umworben wird, holt für Deutschland das Bronze."

"Marca": "Die Pflichtaufgabe wird zum Spektakel. Die deutschen Fans können stolz auf ihre Jungs sein. Der Abschied konnte nicht schöner sein. Mit Müller ist Deutschland eine andere Geschichte."

"Sport": "Deutschland wird Dritter nach dem Sieg gegen Uruguay. Das Spiel war intensiv von Beginn an, mit zwei Mannschaften die unbedingt gewinnen wollten."

"El Mundo Deportivo": "Deutschland holt die Bronzemedaille. Sowohl Tabarez als auch Löw setzten auf Angriff. Obwohl beide ihre Halbfinalspiele verloren hatten, gingen sie voller Elan in das Spiel. Thomas Müller wollte sich nicht ohne sein Tor verabschieden."

ITALIEN

"Gazzetta dello Sport": "Deutschland erreicht zum zweiten Mal in Folge den dritten WM-Platz. Da die Deutschen bei der WM 2002 und bei der EM 2008 auf Platz zwei gelandet sind, muss man zugeben, dass niemand so gut wie sie verlieren kann. Die Kontinuität auf hohem Niveau der deutschen Schule ist ein Beispiel für jeden."

"Corriere dello Sport": "Ein weiterer Sieg des Tintenfischs Paul. Fernando Muslera erlebt einen schlechten Abend und schenkt den Deutschen den dritten WM-Platz."

"Tuttosport": "Deutschland steigt auf das Podest, Muslera verurteilt Uruguay. Das Resultat ist von der Unsicherheit des Lazio-Tormannes bestimmt worden, der drei Tore einstecken musste. Das Match war bis zur letzten Minute spannend. Uruguay kann jedoch auf seinen vierten Platz stolz sein. Tabarez' Team war die wahre Überraschung dieser WM."

"Repubblica": "Deutschland lässt nicht locker, nicht einmal wenn es nur um die Bronzemedaille geht."

"Corriere della Sera": "Ein verdienter Sieg für die Deutschen, doch ein Sieg mit Herzklopfen, da Uruguay bis zuletzt um den dritten Platz gekämpft hat. Schade, dass Miroslav Klose den Einzug in die Geschichte des Fußballs verfehlt hat. Der Stürmer hat nicht 15 Tore wie Ronaldo erreicht, der immer noch den Torrekord bei Weltmeisterschaften hält."

ENGLAND

"Mail on Sunday": "Deutschlands junges Team hat gezeigt, warum es zu den Favoriten für die nächste WM gehört, als es nach einem Rückstand die Bronzemedaille in Südafrika gewinnt."

"News of the World": "Es ging nicht um den dritten Platz, nicht um die Bronzemedaille, sondern um die Zukunft. Um eine deutsche Mannschaft, die eine der dominierenden Kräfte des Fußballs werden könnte. Es war eine weitere Erinnerung an den gesunden Zustand des deutschen Fußballs - ein trauriger Kontrast zum englischen Szenario. Vergesst das Desaster von Bloemfontein, viel beunruhigender ist, dass Spieler wie Mesut Özil, Thomas Müller und Sami Khedira das Rückgrat eines Teams formen, das erst an der Oberfläche seines Potenzials kratzt. Gescheite, intelligente, selbstlose, repektvolle Spieler, die einen strengen Kontrast zum Talent in England bilden."

ÖSTERREICH

"Der Standard": "Deutschland Vize-Vize-Weltmeister - DFB-Team fixiert Platz drei mit einem 3:2-Erfolg in einer hochspektakulären und dramatischen Auseinandersetzung mit Uruguay."

"Kronen Zeitung": "Deutschland gewinnt die Goldene Ananas."

"Die Presse": "Deutschland holt sich in packendem Spiel Platz drei. Das kleine Finale entpuppte sich als großartiges Spiel: Die Löw-Elf besiegt Uruguay 3:2 und sichert sich den dritten Platz. Die Führung wechselt hin und her, in der Endphase sichert Khedira den Deutschen den Sieg."

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