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Sami Khedira wurde 2007 mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister © getty

Reals Neuzugang richtet eine Kampfansage an Michael Ballack. Den Wechsel nach Madird sieht er als "Schritt zur Weltklasse".

München/Madrid - Sein Selbstvertrauen ist schon "Real-Madrid-würdig":

Nach der starken WM und der Vertragsunterschrift beim spanischen Rekordmeister strotzt Sami Khedira nur so vor Selbstbewusstsein. (Der stille Star lebt seinen Traum)

Das bekommt nun auch Michael Ballack zu spüren.

Denn Khedira, der den verletzten Nationalmannschaftskapitän während der WM im zentralen Mittelfeld vertreten hatte, richtet eine Kampfansage an den "Capitano".

"Ich werde mich definitiv nicht freiwillig hinten anstellen und mich zurücknehmen, wenn es um die Plätze in der Startelf geht", sagte der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler der "Welt am Sonntag".

Auch Nationalelf profitiert

Von seinem Wechsel nach Madrid werde nicht nur er selbst, sondern der ganze deutsche Fußball profitieren, glaubt Khedira.

Der Ex-Stuttgarter meint: "Denn meine Erfahrungen kann ich zukünftig auch in der Nationalmannschaft einbringen."

Und auch Bundestrainer Joachim Löw habe ihm zu dem Schritt gratuliert, nach Madrid zu wechseln.

"Eine andere Hausnummer"

Lange überlegen musste Khedira jedenfalls nicht. (Alle internationalen News)

"Aus sportlicher Sicht ist es der nächste Schritt in Richtung Weltklasse. Ich habe immer gesagt, dass ich ein internationaler Topspieler werden will", sagt der Nationalspieler.

"Bei allem Respekt vor dem VfB, dem ich viel zu verdanken habe: Aber Real ist eine andere Hausnummer."

Wenig Worte, viel Überzeugung

Die Faszination des berühmtesten Fußball-Klubs der Welt, aber vor allem die Aura eines Jose Mourinho habe ihn schnell überzeugt von einem Wechsel.

"Das war relativ kurz, aber total überzeugend", sagte Khedira zu dem Gespräch mit dem exzentrischen Portugiesen, der den FC Porto 2004 und in diesem Jahr Inter Mailand auf den Champions-League-Thron führte.

"Er hat wirklich nicht viele Worte verloren. Aber die, die er gewählt hat, waren sehr klar. Ich habe gemerkt, dass er mich unbedingt haben möchte und mit mir arbeiten will. Deshalb musste ich nicht lange überlegen, was für mich das Beste ist."

Fünf-Jahres-Vertrag bei Real

Mit einem Privatjet flogen die Königlichen den Wunschspieler ein. Die sportmedizinische Untersuchung verlief erwartungsgemäß wie geschmiert, Real bestätigte die Einigung über einen Vertrag bis 2015 (DATENCENTER: Der Spielplan der Primera Division).

Ordentliches Geld wird Khedira auch verdienen, von 2,5 Millionen Euro netto pro Jahr ist die Rede. (Alles zur Primera Division)

Aber das sind angenehme Nebengeräusche, wenn man die Worte des Sohnes einer Deutschen und eines Tunesiers richtig interpretiert.

Keine Angst vor Xabi Alonso

Der Ehrgeiz steht im Vordergrund, Konkurrenz auf seiner Lieblingsposition wie Weltmeister Xabi Alonso fürchtet er nicht.

"Ich habe Respekt, aber keine Angst. Denn die WM hat mir Vertrauen in meine Person gegeben", sagt Khedira.

"Wir haben in Südafrika nicht gegen mittelklassige Gegner gespielt, sondern gegen England, Argentinien und Spanien, selbst wenn uns Spanien gestoppt hat. Ich habe gemerkt, dass ich auf hohem Niveau bestehen und mir so einen Schritt zutrauen kann."

Real-Abenteuer beginnt in L.A.

Ein Selbstbewusstsein, das Jose Mourinho gefallen dürfte.

In der "Realen" Welt wird Khedira zu Wochenbeginn ankommen, im Trainingslager in Los Angeles - der Heimat der Traumfabrik Hollywood.

Khedira weiter: "Ein Traum ist wahr geworden. Ich bin sicher, dass ich mit Real unter Mourinho Titel gewinnen werde. Seine Mannschaften spielen taktisch perfekt. Er ist ein Gewinner."

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