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Philipp Lahm fungiert gegen Belgien nochmals als DFB-Team-Kapitän © getty

Nach dem vorläufigen Ende der K-Frage macht dem Bayern-Profi die Zurückstufung zum Vize offensichtlich doch zu schaffen.

Vom DFB-Team berichtetThorsten Mesch

Brüssel/La Hulpe - Philipp Lahm nahm es nach außen hin halbwegs sportlich - und fügte sich.

"Es geht nicht um enttäuscht oder nicht enttäuscht. Die Entscheidung muss man akzeptieren, und ich werde sie akzeptieren", sagte er am Tag eins nach der Entscheidung der "K-Frage".

Um dann noch anzufügen: "Das lernt man als Fußballer schon von Kindesbeinen an."

Zumindest öffentlich gab sich der nach der Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw zugunsten von Michael Ballack als Kapitän des DFB-Teams wieder ins zweite Glied zurückgesetzte Lahm unbeeindruckt.

Wie sieht's innen aus?

Wie es im Inneren des Außenverteidigers aussah, konnten die in großer Zahl anwesenden Pressevertreter im Teamhotel "La Dolce" vor den Toren Brüssels indes nur vermuten.

Zerknirscht, enttäuscht oder doch vollkommen locker und entspannt? (DATENCENTER: EM-Qualifikation)

Lahm legte schnell den Schalter jedenfalls um und richtete die Konzentration auf das erste Spiel der EM-Qualifikation in Brüssel gegen Belgien (Fr., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Erster Chef in Brüssel

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Immerhin dann darf Lahm, dem der Name Michael Ballack nicht über die Lippen kam, noch mal als erster Chef fungieren.

"Jetzt geht es für mich darum, die Mannschaft in den ersten beiden Spielen wieder als Kapitän zu führen", betonte er.

Und zumindest das klang ein bisschen trotzig: "Das ist eine große Ehre für mich. Ich freue mich darauf, denn ich gehöre mit mehr als 70 Länderspielen mit Sicherheit zu den Spielern, die Verantwortung übernehmen."

Ziel: Frühzeitig qualifizieren

Erstes Ziel sei es aber vielmehr, sich "frühzeitig für die EM in Polen und der Ukraine zu qualifizieren."

Zugleich will Lahm mit dem DFB-Team "unsere Leistung bei der WM bestätigen und unseren in Südafrika gezeigten Spielstil weiter verbessern."

[kaltura id="0_k3698imw" class="full_size" title="Khedira mit selbstbewussten T nen"]

Zwischen den Zeilen deutete der Verteidiger damit an, dass Ballack mit seiner altbekannten Interpretation des Spiels der Mannschaft nicht unbedingt weiterhelfen würde.

Ballack-Rückkehr ungewiss

Wann und ob Ballack, dem nur noch zwei Länderspiele zu seinem 100. Jubiläum in der DFB-Auswahl fehlen, wieder in den Kreis der Mannschaft zurückkehrt, wird sich zeigen.

Sami Khedira, der am Mittwoch von Löw für seine Leistungen bei der WM zusammen mit Bastian Schweinsteiger ausdrücklich gelobt worden war, wird seinen Platz im defensiven Mittelfeld sicher nicht freiwillig räumen.

"Ich finde es selbstverständlich, dass Michael Kapitän bleibt. Aber es ist auch die perfekte Lösung, dass das Leistungsprinzip Priorität hat. Ich werde alles dafür tun, dass der Trainer nicht an mir vorbeikommt", sagte der Ex-Stuttgarter.

Khedira selbstsicher

"Mein Ziel ist es, dem Trainer keine Chance zu lassen, an mir vorbeizugehen", so Khedira, der, für seine Leistungen bei der WM mit einem Vertrag bei Real Madrid belohnt wurde.

Wie zuvor Lahm gab sich aber auch Khedira betont sportlich:

"Wenn einer besser sein sollte als ich, dann muss der spielen", sagte er - und betonte: "Es gibt nicht nur Michael Ballack, sondern mehrere Konkurrenten für diese Position im Mittelfeld."

Ballack, der sich in Leverkusen in Form bringt, konnte derweil am Donnerstag aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung nicht trainieren.

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