vergrößernverkleinern
Miroslav Klose (l., mit Schweinsteiger und Cacau) erzielte sein 53. Länderspieltor © getty

In Belgien läuft der Motor des DFB-Team noch nicht auf Hochtouren. Dennoch überwiegt die Freude über den Sieg gegen die starken "Roten Teufel".

Vom DFB-Team berichtetThorsten Mesch

Brüssel - Dass es keine leichte Aufgabe werden würde, war allen vorher klar.

Man müsse sich eventuell ins Spiel quälen, hatte die Sportliche Führung erklärt. Und genauso kam es auch.283060(DIASHOW: Die Bilder des Spiels)

Beim 1:0 (0:0) im ersten Spiel der EM-Qualifikation in Belgien tat sich die deutsche Mannschaft lange schwer und konnte nicht an die guten Leistungen bei der Weltmeisterschaft in Südafrika anknüpfen.

Doch das DFB-Team kämpfte sich ins Spiel, ging in Führung, dominierte schließlich das Geschehen und gewann.

"In der ersten Halbzeit haben wir etwas gebraucht, in Schwung zu kommen. Die Kombinationen waren nicht so sicher wie bei der WM", meinte Bundestrainer Joachim Löw.

Die Mannschaft habe sich aber nach der Pause gesteigert, "guten Spirit bewiesen" und das Spiel im Griff gehabt.(DATENCENTER: EM-Qualifikation)

"Nach einer WM ist es immer schwierig, weil wir auch noch nicht die Spielpraxis haben. Dafür haben wir das hier gut gemacht", fand Miroslav Klose, der in der 51. Minute nach einer Balleroberung von Bastian Schweinsteiger und feinem Pass von Thomas Müller den Siegtreffer erzielte.

Klose erzielt 53. Länderspieltor

Es war das 53. Tor im 102. Länderspiel für den Bayern-Stürmer, der bester Feldspieler der deutschen Mannschaft war, die zu Beginn mehrmals wackelte.283051(DIASHOW: Das deutsche Team in der Einzelkritik)

In den ersten 15 Minuten schien die DFB-Auswahl vom Druck des jungen belgischen Teams überrascht und hatte besonders in der Rückwärtsbewegung Probleme.

[image id="4a047777-65b4-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

"Das Umschalten von Offensive auf Defensive ist uns nicht so gelungen, wie wir es uns vorgenommen hatten", erklärte Kapitän Philipp Lahm, der selbst nur äußert schwer ins Spiel fand.

"Haben einen Fight geliefert"

"Wir haben in der Rückwärtsbewegung die Vorgaben nicht erfüllt, haben die Räume im Mittelfeld nicht geschlossen", ergänzte Sami Khedira.

Der Neu-Madrilene leistete sich in der ersten Halbzeit mehrere Unsicherheiten, sein Vereinskollege Mesut Özil vergab zwei gute Torchancen und wurde kurz vor Schluss entkräftet ausgewechselt.

"Wir wussten, dass es nicht einfach wird, aber wir haben gut dagegengehalten. Wir haben einen Fight geliefert und sind froh über die drei Punkte", sagte Marcell Jansen.

[kaltura id="0_dkiwqikn" class="full_size" title="Stimmen zum Spiel"]

Jansen reist ab

Der Hamburger war wegen einer Sehnenreizung in der Kniekehle zur Halbzeit in der Kabine geblieben. Für ihn spielte sein Vereinskollege Heiko Westermann in der zweiten Halbzeit als Linksverteidiger.

Jansen wird dem DFB-Team am Dienstag gegen Aserbaidschan (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) nicht zur Verfügung stehen.

Er reiste am Sonntag nicht mit der Mannschaft nach Köln, sondern nach Hause, um am Montag eine Kernspintomographie seines lädierten Knies vornehmen zu lassen.

DFB-Team stärker nach der Pause

Nach der Pause fand der WM-Dritte allmählich seinen Rhythmus und ließ keine gefährlichen Aktionen der Gastgeber zu.

Der Sieg sei ein "Auftakt nach Maß", betonte Lahm, der in Abwesenheit von Michael Ballack wie bei der WM die Spielführerbinde trug.239581(DIASHOW: Die deutschen Kapitäne)

"Jeder Anfang ist schwer, deshalb war es wichtig, dass wir direkt auswärts drei Punkte geholt haben. Wir wissen, dass wir noch 13 Monate vor uns haben, bis wir uns qualifizieren können. Das wird ein weiter und harter Weg."

Klose richtet Blick auf Aserbaidschan

Klose richtete den Blick sofort auf das nächste Spiel gegen Aserbaidschan. "Wir wollen am Dienstag nachlegen. Sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen wären ein Traum."

"Wir haben unsere Pflicht erfüllt und müssen uns jetzt auf das nächste Spiel konzentrieren", sagte Manuel Neuer, der im Tor stets ein sicherer Rückhalt war.

"Gegen Aserbaidschan erwartet jeder einen Sieg von uns. Wir müssen uns hundertprozentig konzentrieren und dürfen den Gegner nicht unterschätzen."

Heimspiel für Podolski

Das Spiel gegen die Mannschaft von Ex-Nationaltrainer Berti Vogts findet in Köln statt, was besonders für Lukas Podolski eine zusätzliche Motivation sein dürfte.

In Brüssel blieb der 25-Jährige blass und wurde Mitte der zweiten Halbzeit von Löw ausgewechselt.

"Wir haben nicht das umsetzen können, was wir bei der WM gezeigt haben", gab Podolski zu. "Wichtig war aber, auswärts bei einem schweren Gegner zu gewinnen."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel