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Klose erzielte bei seinem DFB-Debüt im März 2001 gegen Albanien auch sein erstes Tor © getty

Miroslav Klose war der Matchwinner in Belgien und will gegen Aserbaidschan seine hervorragende Tor-Bilanz weiter verbessern.

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Köln - Beim FC Bayern muss Miroslav Klose beinahe Woche für Woche seinen Platz behaupten, in der Nationalmannschaft ist er gesetzt und eine Bank im Sturm.

53 Tore in 102 Länderspielen hat Klose erzielt. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Beim 1:0-Sieg in Belgien 283060(DIASHOW: Die Bilder des Spiels) glänzte er nicht nur durch seinen eiskalten Abschluss, sondern auch durch seine Lauffreudigkeit und unermüdlichen Einsatz.

"Ich bin sehr zufrieden, dass mir bis jetzt 53 Länderspieltore gelungen sind und ich bin überzeugt, dass noch das eine oder andere dazukommt", sagt der 32-Jährige: "Je mehr es sind, desto glücklicher werde ich sein."

Mit seinen 53 Treffern fehlen Klose noch 15 Tore zu Gerd Müllers Bestmarke in der DFB-Torjägerliste.

Die 55 vom ehemaligen DDR-Nationalspieler Joachim Streich könnte er mit etwas Glück schon am Dienstag im zweiten EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) egalisieren oder gar übertreffen.

Starke WM-Form konservieren

"Ich will immer so viele Tore wie möglich schießen", sagt der Bayern-Profi, der bei der Weltmeisterschaft vier Mal erfolgreich war und in der ewigen WM-Torschützenliste zusammen mit Müller mit 14 Treffern hinter dem Brasilianer Ronaldo auf Platz zwei liegt.

[kaltura id="0_1tk0l3cm" class="full_size" title="Volle Konzentration auf Aserbaidschan"]

"Wir wollen versuchen, den Schwung der WM mitnehmen. Das haben wir schon gegen Belgien ansatzweise gezeigt", sagt Klose, der die Partie gegen die Mannschaft des ehemaligen Bundestrainers Berti Vogts aber keineswegs als Selbstläufer sieht.

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"Laufpensum und Laufbereitschaft noch nicht hundertprozentig"

Klose erinnert sich daran, wie schwer sich die DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation bei den beiden Siegen gegen die Vogts-Truppe (4:0 und 2:0) getan hat.

"Sie haben eine gute Mannschaft, aber wir wollen aus den zwei Spielen sechs Punkte holen und werden vor heimischem Publikum dementsprechend ins Spiel gehen", kündigt Klose an.

"Unser einziges Problem ist, dass das Laufpensum und die Laufbereitschaft nach der kurzen Vorbereitung noch nicht hundertprozentig sind", warnt der WM-Torschützenkönig von 2006.

Mögliche Motivationsprobleme

Für Nationen wie Aserbaidschan (DATENCENTER: EM-Qualifikation) sei es "etwas Großes, gegen Deutschland und andere große Länder zu spielen. Das ist für die eine einmalige Chance, bei der sie sich zeigen wollen."

Für das DFB-Team sei es hingegen "schwierig, was die Motivation angeht. Gegen Argentinien oder England will jeder gern spielen, aber gegen solche Mannschaften ist es schwierig. Wir müssen da voll konzentriert rangehen und an unsere Grenzen gehen."

Lob von Kapitän Lahm

Dabei wird Klose wieder mit gutem Beispiel vorangehen. Wie schon in Belgien, als er das Siegtor erzielte und einer der besten deutschen Spieler war. 283051(DIASHOW: Das deutsche Team in der Einzelkritik)

"Miro hat wieder bewiesen, wie wichtig er für die Mannschaft ist", lobte ihn Kapitän Philipp Lahm nach dem Spiel in Brüssel. "Das hat er bei der WM auch schon gezeigt und wir sind froh, dass wir ihn in der Mannschaft haben."

Jungere Konkurrenz ist willkommen

Angst davor, dass jüngere Konkurrenten ihm seinen Platz im Sturmzentrum streitig machen könnten, hat er nicht. Im Gegenteil.

"Es werden immer jüngere Spieler nachkommen, das ist im Fußball ganz normal. Wir sind froh, dass junge Spieler nachkommen. Je früher einer dazukommt und reinschnuppern darf, umso besser ist es", erklärt Klose.

"Ich selbst versuche, weiterhin meine Leistung zu bringen und meine Tore zu erzielen. Noch versuche ich, niemanden ranzulassen."

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