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Lewis Holtby debütierte im August 2009 für die U-21-Auswahl © getty

Die neuformierten DFB-Junioren um den überragenden Mainzer Mittelfeldspieler schlagen Nord-Irland klar. Der Aufwärtstrend setzt sich fort.

Ingolstadt - Angeführt von ihrem überragenden Kapitän Lewis Holtby hat die neuformierte deutsche U-21-Nationalmannschaft die von ihren Vorgängern vermasselte EM-Qualifikation zu einem versöhnlichen Ende gebracht.

Die Auswahl des bis 2011 "auf Bewährung" arbeitenden Trainers Rainer Adrion bezwang Nordirland im letzten Quali-Spiel in Ingolstadt dank zweier Treffer von Holtby (42./60.) und des Tores von Patrick Herrmann (67.) verdient mit 3:0 (1:0).

Damit weckte sie zumindest ein wenig Hoffnung auf ein Gelingen ihrer "Mission 2013".

Dann sollen die Junioren wieder zu einer kontinentalen Meisterschaft - und möglichst so erfolgreich auftreten wie die Europameister von 2009.

Deren Erben hatten den Sprung zum Turnier 2011 in Dänemark klar verpasst, mit vier Punkten aus zwei Spielen rettete das verjüngte Team nun wenigstens den dritten Rang in der Staffel 5 hinter Gruppensieger Tschechien und Island.

"Wir müssen jetzt einen Schlussstrich ziehen und in die Zukunft blicken. Auf diese beiden Spiele lässt sich aufbauen", sagte Holtby zu SPORT1.

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer sah in Ingolstadt ein "sehr einseitiges Spiel" und lobte den "sehr gelungenen Auftritt".

Adrion, der seinen Job trotz verpasster Quali behalten, aber vorerst nur bis Juni 2011 bleiben darf, hatte die beiden verbliebenen Begegnungen als Testlauf ausgerufen - und er experimentierte erneut.

Adrion baut um

Auf sechs Positionen baute er sein Team vor 5440 Zuschauern im Vergleich zum 1:1 in Tschechien um, obwohl nur Peniel Mlapa (1899 Hoffenheim) verletzungsbedingt passen musste.

Die Neuerungen brachten weiteren Schwung ins Spiel: Die DFB-Junioren hatten den Gegner stets im Griff und spielten gefällig - nur vor dem Tor zeigten sie lange Schwächen.

[kaltura id="0_8fve38h7" class="full_size" title="Unentschieden beim Neuanfang"]

Erst Holtbys Schlenzer aus 22 Metern in die rechte Torecke nach einem missglückten Abwehrversuch der Nordiren erlöste Adrions Teams.

Zuvor hatten diese zahlreiche Gelegenheiten ausgelassen.

DFB-Team lässt viele Chancen aus

Antreiber dabei war zunächst Nürnbergs Mehmet Ekici, den Adrion aber früh gegen Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim) austauschte (26.).

Holtby vergab vor seinem Treffer zwei gute Chancen. Außerdem umdribbelte das Dortmunder Ausnahmetalent Mario Götze auf Holtbys Zuspiel hin zwei Gegner, scheiterte dann aber am nordirischen Torwart Conor Devlin.

Richard Sukuta-Pasu, einzige echte Spitze im 4-3-3-System, hatte Pech bei Versuchen per Kopf (18.) und Fuß (29.).

Vukcevic legt Holtby auf

Auch mit dem 1:0 im Rücken drängte die deutsche Elf in der zweiten Hälfte weiter aufs gegnerische Tor. Zunächst war es wieder Holtby, der einem Treffer am nächsten kam, doch der Schuss des Mainzers aus 20 Metern krachte an die Latte (56.).

Wenig später zielte er bei einem Konter genauer.

Der Hoffenheimer Boris Vukcevic hatte seinen Kapitän per Steilpass auf die Reise geschickt - und Holtby vollstreckte mit links eiskalt gegen Devlin.

Sukuta-Pasus Heber rettete Lee Hodson kurz vor der Linie (65.), und dennoch stand es bald 3:0, als der eingewechselte Gladbacher Herrmann einen Gegenstoß vollendete.

Adrions Mannschaft blieb dran und hätte sogar noch höher gewinnen können.

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