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Miroslav Klose erzielte sein erstes Länderspieltor im März 2001 gegen Albanien © getty

Miroslav Klose gibt sich nach seinen zwei Toren beim 6:1 gegen Aserbaidschan im Interview zurückhaltend und lobt Kumpel Podolski.

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Köln - Vor dem Spiel gegen Aserbaidschan bekam Miroslav Klose Blumen und ein Bild geschenkt.

Der WM-Torschützenkönig von 2006 wurde beim ersten Heimspiel der Nationalmannschaft seit der Weltmeisterschaft vor der Partie nachträglich für sein 100. Länderspiel geehrt und von der mehr als 43.000 Zuschauern im Kölner Stadion begeistert gefeiert. 284504(DIASHOW: Bilder des Spiels)

Klose zahlte es zurück und erzielte beim 6:1-Sieg zwei Treffer.

In seinem 103. Einsatz für das DFB-Team, er zog in dieser Statistik mit Franz Beckenbauer gleich, waren es sein 54. und 55. Länderspieltor.

Damit schob er sich in der DFB-Torjägerliste auf Platz zwei hinter Gerd Müller (68) vor.

Nach Erfolg, zu dem auch Lukas Podolski einen Treffer beigesteuert und einen Ball für Klose mustergültig aufgelegt hatte, sprach Miroslav Klose über seine Tore, den Sechs-Punkte-Start in die EM-Qualifikation, seinen Teamkameraden und Freund Podolski und die Partie gegen die Türkei. (DATENCENTER: EM-Qualifikation)

Frage: Die deutsche Mannschaft hat lange gebraucht um in Führung zu gehen. Nach dem 1:0 lief es dann sehr gut. Wie bewerten Sie den Erfolg?

Miroslav Klose: Man hat am Anfang gesehen, dass wir uns doch schwergetan haben. Aber auch da haben wir gut kombiniert und uns Chancen herausgearbeitet. Es war ganz wichtig, sechs Punkte zu holen, mehr geht nicht. Es ist uns auch gelungen, das eine oder andere Tor zu schießen.

Frage: Sie haben zweimal getroffen, sind auf Platz zwei der deutschen Torjägerliste vorgerückt. Was sagen Sie dazu?

Klose: Da kann ich mich nur bei der Mannschaft bedanken. Der Ball lag heute zweimal vor meinen Füßen und ich musste ihn nur noch reindrücken. Wie die Mannschaft sich Chancen herausgespielt und erarbeitet hat, das war schon gut.

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Frage: Lukas Podolski stand vor dem Spiel etwas unter Druck. Wie beurteilen Sie seine Leistung?

Klose: Es freut mich für Lukas. Er ist mein Mannschaftskamerad und ich bin mit ihm befreundet. Ich weiß, wie er tickt und ich weiß, dass er versucht, in jedem Spiel seine Leistung zu bringen. Sicherlich klappt das nicht immer, aber er lässt sich da nicht von irgendjemandem anstecken, sondern zieht sein Ding durch. Es ist eine Stärke von ihm, sich auf den Punkt zu konzentrieren und seine Leistung abzurufen. Man muss sich ja nur seine Quote anschauen. Er stand ein bisschen unter Beschuss, aber ich glaube, das hat er heute alles wieder gutgemacht.

Frage: Das nächste Spiel im Oktober ist besonders interessant, weil die Türkei auch zweimal gewonnen hat. Wie schätzen Sie den nächsten Gegner ein?

Klose: Gegen die Türkei wird es ein anderes Spiel werden, aber auch da haben wir unsere Qualitäten in der Mannschaft und sind gerüstet. Ich habe gesagt, dass ich die Türkei, Belgien und Österreich nach uns auf einem Niveau sehe. Die Türken haben sich jetzt durchgesetzt. Es wird nicht einfach, aber wir wollen gewinnen und Erster in der Gruppe bleiben.

Frage: Mit dem Gruppensieg wäre das DFB-Team direkt für die EM in der Ukraine und Polen qualifiziert. Wäre es etwas Besonders für Sie, in Ihrem Geburtsland zu spielen?

Klose: Das ist nicht anders als sonst auch, wenn wir uns auf eine EM oder WM vorbereiten. Wir wollen als Nationalmannschaft dahin kommen. Das gilt für alle Spieler und von daher ist es nichts Besonders, dass Polen unser Heimatland ist. Ich will noch mal dabei sein, aber besonders ist das für mich nicht.

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