Die erneute Verletzung dürfte den Fast-34-Jährigen die Karriere im DFB-Team kosten. Auch für Leverkusen sieht's düster aus.

Soll es das jetzt etwa tatsächlich gewesen sein für Michael Ballacks ganz große Laufbahn?

Dass der Nationalmannschaftskapitän a.D. erneut durch eine Verletzung lange außer Gefecht gesetzt wird, trifft den fast 34-Jährigen jedenfalls existenziell:

Im DFB-Team sind Ballack im Zwist mit Philipp Lahm um die Spielführerbinde die Felle nun definitiv davongeschwommen.

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Die Debatte um die K-Frage, die Bundestrainer Joachim Löw bisher nur ausweichend beantwortet hat (tendenziell dabei aber eher zu Ballacks Ungunsten), könnte womöglich ganz schnell enden.

Schließlich fehlt Ballack nicht nur in den EM-Qualifikationsspielen gegen die Türkei (8. Oktober) und in Kasachstan (12. Oktober) - was Löw noch mit mangelnder Fitness begründet hatte.

Ballacks jetzt erlittene Fraktur und sechswöchige Zwangspause dürfte den Mittelfeld-Mann auch das Freundschaftsspiel in Schweden Mitte November kosten, hält der Bundestrainer konsequent fest an seinem Credo der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Frühestens am 9. Februar 2011 im Praxis-Test gegen Italien könnte Ballack theoretisch also wieder den Adler auf der Brust tragen.

Realistisch ist mittlerweile aber kaum zu glauben, dass Ballack dann nach fast einem Jahr Abwesenheit (letztes Spiel am 3. März gegen Argentinien) ins Nationalteam zurückkehren wird.

Als Käpt'n dann ohnehin nicht. Denn Lahms Status im Team, in dem Löw spätestens seit der WM abgerückt ist vom Prinzip des alleinigen Leitwolfs, mag bis dahin nur gewachsen sein.

Ballacks Ende bei Schwarz-Rot-Gold, auf das alles hinausläuft angesichts dessen Verletzungshistorie, seines fortschreitenden Alters sowie der kaum noch zu verdrängenden Konkurrenten Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira, ist tragisch.

Es ist aber zwangsläufig.

Und auch im Klub bei Bayer Leverkusen bleibt abzuwarten, ob Ballack noch stark genug ist, um in der ersten Elf die hochgesteckten Ziele der Werkself in Angriff zu nehmen.

Die bisherigen Saison-Leistungen des "Capitanos" zeugen eher vom Gegenteil.

Womöglich ist es das nun tatsächlich gewesen mit Michael Ballacks ganz großer Laufbahn.

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