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Lewis Holtby bestritt bisher fünf U-21-Länderspiele für Deutschland © imago

Bundestrainer Löw wird die Shootingstars zum Länderspiel in Schweden einladen. Kuranyi erteilt er eine Absage und stärkt Gomez.

Von Martin Volkmar

München - Die Shootingstars aus Mainz und Dortmund stehen vor ihrem Debüt für die deutsche Nationalmannschaft.

Dies plant Joachim Löw für das Test-Länderspiel am 17. November in Göteborg gegen Schweden.

"Spieler wie Schürrle oder Holtby in Mainz sind ganz nah an die Nationalmannschaft rangerückt. Es ist toll zu sehen, was sich da gerade in Mainz entwickelt", sagte der Bundestrainer der "Bild".

Das gleiche gelte für die Dortmunder Youngster Mario Götze sowie Kevin Großkreutz und Mats Hummels, die beide schon ein Länderspiel bestritten haben.

"Noch in diesem Jahr"

"Alle werden noch in diesem Jahr ihre Chance erhalten bei uns", erklärte Löw mit Blick auf die Partie in Schweden:

"Das wird ein Spiel, in dem ich viel testen und ausprobieren werde.?

Holtby würde mit England reden

Bei Holtby musste sich der Bundestrainer beeilen. Auch wenn der Mainzer Offensivmann am vergangenen Samstag England eine Absage erteilte, würde er einem Gespräch mit Englands Coach nicht aus dem Wege gehen.

Auf die Frage von "Talksport" antwortete der U-21-Kapitän: "Ich würde es nie ablehnen. Ich würde mir definitiv anhören, wenn ein legendärer Trainer wie Fabio Capello mit mir sprechen möchte."

Freude über Nominierung

Dennoch bestätigte er erneut, Deutschland den Vorzug zu geben: "Ich würde mich freuen, wenn der Trainer mich nominiert."

Im EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei in Berlin (Fr., 8.10., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) und vier Tage später in Astana gegen Kasachstan (19 Uhr) wird Holtby noch nicht zum Zug kommen, aber über die Aussicht, im November für Deutschland zu spielen, kann er sich bereits freuen.

Besser spielen als zusehen

Gegen die Türkei will der Löw trotz aller Formprobleme auf seinen WM-Stamm zurückgreifen:

"Bei einem Spiel wie gegen die Türkei kann es keine Kompromisse geben. Wir werden im Training die Intensität drosseln und auf die Spieler individuell abstimmen. Aber ich werde auf keinen Spieler verzichten."

Für die Youngster sei es besser, "bei der U 21 zwei Spiele über 90 Minuten zu absolvieren als bei uns nur auf der Bank zu sitzen", meinte der Bundestrainer.

Kein Kuranyi-Comeback - Rückendeckung für Gomez

Während Löw zudem ein Comeback von Kevin Kuranyi vorerst ausschloss ("Ich setze lieber auf Kombinationsspieler"), stärkte er Bayern-Bankdrücker Mario Gomez erneut den Rücken.

"Mario macht eine schwere Phase durch", sagte er. "Was er braucht, ist Spielpraxis. Ich traue Mario weiterhin den internationalen Durchbruch zu."

Kritik am Rahmenterminkalender

Kritik übte Löw am voll gepackten Rahmenterminkalender, den er als einen der Gründe für die derzeitige Formkrise zahlreicher WM-Fahrer nannte.

"Wenn nach einer langen WM und kurzen Pause schon vor dem ersten Liga-Spieltag wieder ein Länderspiel angesetzt wird, kann ich die Klagen der Vereine verstehen. Da bin ich voll bei den Liga-Trainern. Das ist ein fragwürdiger Termin", meinte er.

"Wir wollen doch attraktive Spiele sehen und dafür qualitativ die besten Spieler haben. Dann müssen wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen."

Am Freitag wird der 50-Jährige sein Aufgebot für die Begegnungen gegen die Türkei und vier Tage später in Kasachstan bekanntgeben.

Zwanziger: Löw überredete mich zum Weitermachen

Derweil hat Theo Zwanziger erklärt, dass sein Abschied als DFB-Präsident für ihn nach der WM schon beschlossene Sache gewesen sei.

"Die Entscheidung war schon längst gefallen, nicht mehr zu kandidieren", sagte der Verbandsboss der "Rhein-Zeitung".

Dann aber habe ihn Löw angerufen und man habe sich auf die Vertragsverlängerung mit dem Bundestrainer geeinigt. Zudem habe Löw ihm gesagt: "Ich möchte aber auch, dass Sie bleiben."

Wiederwahl Ende Oktober

Dies sei der Hauptgrund für seinen Entschluss, sich beim DFB-Bundestag am 22. Oktober in Essen der Wiederwahl zu stellen ? Gegenkandidaten gibt es keine.

Die Amtsmüdigkeit, von der seit 2004 amtierende Zwanziger im Sommer noch sprach, ist seitdem verflogen: "Das ist das beste Amt, das in Deutschland zu vergeben ist."

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