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Marko Marin hat bisher 13 Länderspiele bestritten © getty

Joachim Löw hat nach SPORT1-Informationen für das Türkei-Spiel einen besonderen Plan in petto. Marin spielt eine wichtige Rolle.

Vom DFB-Team berichten Martin Volkmar und Marco Wiefel

Berlin - Bahnt sich im Mittelfeld der Nationalmannschaft eine faustdicke Überraschung an?

Im EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei (Fr., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) plant Bundestrainer Joachim Löw nach SPORT1-Informationen eine wichtige Umstellung.

An der Seite von Sami Khedira soll für den verletzten Bastian Schweinsteiger Thomas Müller in der Zentrale agieren.

Toni Kroos, dem bisher die besten Chancen als Schweinsteiger-Vertreter zugesagt wurden, müsste dann auf die Bank weichen.

Und für Thomas Müller würde Marko Marin die rechte Außenseite bearbeiten.

Beförderung für Marin

Das wäre die größte Überraschung, schließlich ist der flinke Bremer im Nationalteam bisher eher ein Ergänzungsspieler als ein Spieler für die Startformation gewesen.

Für die Umstellung spricht auch eine Aussage von Löw vom Donnerstagmittag.

Als Optionen für die vakante Schweinsteiger-Position nannte Löw neben Christian Träsch, der beim VfB Stuttgart im Mittelfeld mit dem gesetzten Sami Khedira zusammengespielt hat, überraschend auch den Bayern Jungspund.

Müller: Torgefahr durch die Mitte

"Es gibt auch die Überlegung, Thomas Müller ins Zentrum zu stellen, weil er da viel Torgefahr entwickeln kann", erklärte der DFB-Chefcoach.

Im Sturm ist Miroslav Klose gesetzt, der mit seinem 104. Länderspiel Franz Beckenbauer überholen und alleiniger vierter der DFB-Rekordliste wäre.

In der Viererkette werden vor Torwart Manuel Neuer sicher Kapitän Philipp Lahm, Per Mertesacker und Holger Badstuber auflaufen.

[kaltura id="0_xsnru5j7" class="full_size" title="Löw plagen Personalsorgen"]

Boateng oder Westermann

Auf der linken Abwehrseite wird wohl Boateng spielen. Er sei zwar seit seiner Knieverletzung noch nicht bei 100 Prozent, erklärte der Profi von Manchester City, fühle sich aber fit:

"Links hinten ist nicht meine Lieblingsposition, aber wenn ich der Mannschaft dort helfen kann, mache ich das gern."

Daneben kann sich noch der Hamburger Heiko Westermann Hoffnung machen, obwohl auch er eigentlich Innenverteidiger ist.

"Dauerhaft sicher keine Lösung"

Löw räumte auch offen ein, dass ihm nach dem Ausfall von Marcell Jansen derzeit die Alternativen auf dieser Position fehlen.

"Boateng und Westermann haben ihre Stärken eher im Zentrum. Dauerhaft ist das sicher keine Lösung", sagte er.

Trotz der Umstellungen und der Formkrise zahlreicher WM-Fahrer geht der Bundestrainer zuversichtlich in die Partie: "Ich bin optimistisch."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland:

Tor: Neuer/Schalke 04 (24 Jahre/13 Länderspiele)Abwehr: Lahm/Bayern München (26/73), Mertesacker/Werder Bremen (26/71), Badstuber/Bayern München (21/6), Boateng/Manchester/City (22/11)Mittelfeld: Müller/Bayern München (21/10), Khedira/Real Madrid (23/14) - Marin/Werder Bremen (21/13), Özil/Real Madrid (21/19), Lukas Podolski/1. FC Köln (25/81)Sturm: Klose/Bayern München (32/103)

Türkei:

Tor: Volkan Demirel/Fenerbahce Istanbul (28/44)Abwehr: Gökhan Gönül/Fenerbahce Istanbul (25/19), Servet Cetin/Galatasaray Istanbul (29/50), Ömer Erdogan/Bursaspor (33/2), Hakan Balta/Galatasaray Istanbul (27/26)Mittelfeld: Emre Belözoglu/Fenerbahce Istanbul (30/72), Mehmet Aurelio/Besiktas Istanbul (32/35) - Hamit Altintop/Bayern München (27/59), Nuri Sahin/Borussia Dortmund (22/23), Tuncay Sanli/Stoke City (28/78)Sturm: Nihat Kahveci/Besiktas Istanbul (30/67)

Schiedsrichter: Howard Webb (England)

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