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Joachim Löw hat seit 2006 im Nationalteam das Sagen © getty

Nach dem Triumph gegen die Türkei will Löw mit dem gleichen Team die Aufgabe in Kasachstan angehen. Auch Özil soll dabei sein.

Vom DFB-Team berichtet Martin Volkmar

Berlin ? Joachim Löw machte einen ausgeruhten und zufriedenen Eindruck, als er am Sonntag vor die Presse trat.

Vom angeblichen Burnout beim Bundestrainer nach den WM-Strapazen ist spätestens seit dem 3:0-Triumph im Gipfeltreffen der EM-Qualifikationsgruppe A gegen die Türkei nichts mehr zu spüren. 297064(DIASHOW: Die Bilder des Spiels)

"Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, dass sie nach den Anstrengungen bei der WM punktuell so eine Topform hat", lobte er.

297065(DIASHOW: Das DFB-Team in der Einzelkritik)

"Sie zeigt einen tollen Einsatz und eine unglaubliche Willenskraft. Auch wenn es nicht immer spektakulär ist, schafft sie es, ein Spiel zu dominieren."

Freier Samstagnachmittag ? Boateng fraglich

Zur Belohnung für die starke Vorstellung hatte Löw der DFB-Auswahl am Samstagnachmittag frei gegeben und genoss selber das herrliche Herbstwetter in der Hauptstadt.

Auch die Nachricht von den Magen-Darm-Beschwerden von Jerome Boateng, die einen Einsatz am Dienstag in Kasachstan fraglich machen, konnte seine Laune nicht trüben.

Zumal alles dafür spricht, dass die ohne Boateng erfolgreiche Startelf vom Freitag auch in Astana auflaufen wird.

"Wenn alles normal läuft, gehe ich davon aus, dass die gleiche Mannschaft wie gegen die Türkei aufläuft", legte sich Löw fest.

Löw rechnet mit Özil

Auch bei Mesut Özil rechnet der DFB-Coach damit, dass der Spielmacher seine Prellung im linken Knöchel rechtzeitig auskuriert.

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Nach dem für ihn körperlich und mental schweren Spiel gegen das Heimatland seiner Eltern wird der Deutsch-Türke intensiv behandelt und soll Montagabend beim Abschlusstraining wieder dabei sein.

Er habe zwar noch Schmerzen, erklärte der Star von Real Madrid, aber er vertraue der "vorzüglichen Behandlung durch unsere Nationalmannschaftsärzte und -Physiotherapeuten. Ich hoffe, dass ich rechtzeitig fit werde und will unbedingt spielen".

Alternativen Kroos, Cacau und Marin

Ansonsten nannte Löw Toni Kroos, Cacau und Marko Marin als Alternativen für die zentrale Mittelfeldposition.

Nachnominierungen soll es auch bei einem Ausfall Boatengs nicht geben, da auch Sascha Riether und Christian Träsch außen in der Viererkette spielen können.

"Die Basis ist in den letzten Monaten sehr, sehr gut geworden. Wir sind auch in der Lage, den ein oder anderen Spieler zu ersetzen", erklärte Löw.

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Vorbereitung auf Kunstrasen

Die konkrete Vorbereitung auf das Spiel am Dienstag (ab 18.30 Uhr im LIVE-TICKER) begann am Sonntagmittag auf der Charlottenburger Hans-Rosenthal-Sportanlage mit der ersten Einheit auf Kunstrasen.

"Im Unterschied zum Spiel vor einem Jahr in Russland war es diesmal nicht möglich, sich in aller Ruhe auf Kunstrasen vorzubereiten", sagte Löw.

"Deshalb werden wir nur zweimal darauf trainieren. Das ist nicht einfach. Aber wir müssen und werden es schaffen, uns darauf einzustellen."

Beschwerliche Aufgabe in Kasachstan

Neben dem ungewohnten Untergrund müssen die deutschen Spieler allerdings auch die Zeitumstellung, den späten Anstoß um 23 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ), die nächtlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt sowie die fast sechsstündige Anreise über 4000 Kilometer verkraften.

"Für uns ist das eine ganz neue Situation und ein neues Gefühl, so weit zu reisen", gab der Bundestrainer zu und warnte daher, den Weltranglisten-126. zu unterschätzen.

"Kasachstan ist eindeutig besser als Aserbaidschan und körperlich viel robuster. Da müssen wir auf der Hut sein, das wird eine schwere Aufgabe", meinte er zur Partie gegen den von Ex-Bundesligaprofi Bernd Storck trainierten Außenseiter:

?Wir sind noch nicht am Ziel?´

"Wir müssen eine ähnliche Einstellung wie im September zeigen, als wir nach dem Sieg in Belgien gegen Aserbaidschan nachgelegt haben. Wir sind noch nicht am Ziel."

(DATENCENTER: Die Gruppe A)

Die Spieler haben ihren Coach offenbar verstanden.

"Der Erfolg gegen die Türken zählt nichts, wenn wir jetzt nicht in Kasachstan nachlegen", sagte Kapitän Philipp Lahm.

Und Lukas Podolski erklärte: "Wir haben auch nach dem Spiel in Belgien gegen Aserbaidschan gezeigt, dass wir jeden Gegner ernst nehmen und hoch konzentriert auftreten."

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