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Lewis Holtby (o.) hat in fünf Länderspielen für die U 21 zweimal getroffen © getty

Im U-21-Spiel gegen die Ukraine kommen dem Mainzer und Teamkollege Schürrle wichtige Rollen zu. Danach soll die Beförderung erfolgen.

München - Die "Bruchweg-Boys" wollen auch die U 21 rocken: In ihrem wahrscheinlich letzten Spiel als Junioren-Nationalspieler sollen die Mainzer Shootingstars Lewis Holtby und Andre Schürrle auch das Team von Trainer Rainer Adrion zum Sieg führen.

Und Holtby, der die U 21 am Montag in Unterhaching (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) als Kapitän aufs Feld führen wird, wertet die Partie gegen die Ukraine zwischen dem Bundesliga-Traumstart mit sieben Siegen und dem bevorstehenden Debüt im A-Team keinesfalls als lästige Pflicht.

"Für mich ist jedes Länderspiel ein Wahnsinns-Gefühl. Davon kann ich einfach nicht genug kriegen", sagte der Mittelfeldspieler, von Schalke 04 als zu unreif bewertet und in Mainz nun Tabellenführer und Leistungsträger. 297064(DIASHOW: Die Bilder des DFB-Spiels gegen die Türkei)

Götze und Herrmann fehlen verletzt

Auf zwei weitere Himmelsstürmer der bisherigen Bundesliga-Saison muss Adrion am Montag verletzungsbedingt verzichten. Der Dortmunder Mario Götze musste ebenso passen wie der Mönchengladbacher Patrick Herrmann.

Der Nürnberger Ilkay Gündogan, für eine vermeintliche Millionen-Ablöse heftig von Hoffenheim und Leverkusen umworben, soll mit den beiden Mainzern die Fäden im Mittelfeld ziehen.

"Der Neuaufbau schreitet voran", meint Adrion. Nach dem 1:4-Debakel auf Island, der verpassten EM-Qualifikation und der Diskussion um seine Zukunft hatte er früher als geplant die nächste Generation hochgezogen und in den ersten beiden Spielen gute Ansätze gesehen.

Bergwandern und Floß bauen

In den letzten Tagen standen nun vor allem so genannte Teambuildung-Maßnahmen auf dem Programm, so eine Bergwanderung oder ein gemeinsamer Floßbau.

Den Test gegen die Ukrainer nimmt Adrion aber sehr ernst. Da die Osteuropäer im Gegensatz zum DFB-Team die Playoffs zur EM 2011 in Dänemark erreichten, werden sie nur mit dem jüngeren Jahrgang in Unterhaching antreten, dieser gewann aber im Vorjahr den EM-Titel.

"Die Spieler werden Erfahrungen sammeln, die ihnen für die Zukunft hilfreich sein werden", meint Adrion. Dies wird auch wichtig sein.

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"Zukunft sieht rosig aus"

Denn in Holtby und Schürrle wird der Coach seine gerade erst zu Stützen erwachsenen Jungstars wieder nach oben durchreichen müssen: Eine Nominierung für das A-Länderspiel am 17. November in Schweden gilt bei beiden als sicher.

Zur Freude der Jungstars. "Ich träume jeden Tag davon", betont Holtby im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Um die Nationalmannschaften ist dem 20-Jährigen ohnehin nicht bange: "Die Zukunft des deutschen Fußballs sieht rosig aus."

Er selbst sei durch seine Zeit auf Schalke, in Bochum und nun in Mainz schon in seinem zweiten Bundesliga-Jahr ein Routinier: "Diese verschiedenen Stationen haben bewirkt, dass ich mit 20 Jahren reifer bin, als andere mit 23 oder 24."

Die voraussichtliche Aufstellung:

Baumann (SC Freiburg) - Jung (Eintracht Frankfurt), Kirchhoff (FSV Mainz 05), Bell (1860 München), Rausch (Hannover 96) - Moritz (Schalke 04), Gündogan (1. FC Nürnberg) - Ekici (1. FC Nürnberg), Holtby (FSV Mainz 05), Schürrle (FSV Mainz 05) - Sukuta-Pasu (FC St. Pauli). - Trainer: Adrion

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