vergrößernverkleinern
Philipp Lahm (l.) steht gegen Kasachstan vor seinem 75. Länderspiel © getty

Bei SPORT1 blickt DFB-Kapitän Philipp Lahm zurück auf den Sieg gegen die Türkei und warnt davor, Kasachstan zu unterschätzen.

Vom DFB-Team berichtet Martin Volkmar

Berlin - Für Phillip Lahm hat sich der Ausflug nach Berlin gelohnt.

Fernab von der Krise im Verein tankten der DFB-Kapitän beim 3:0 über die Türkei neues Selbstbewusstsein. 297064(DIASHOW: Die Bilder des Spiels)

Dabei überzeugte vor allem der Bayern-Block, und Lahm zeigte eine seiner besten Leistungen seit der WM. 297065(DIASHOW: Das DFB-Team in der Einzelkritik)

Sichtlich gut gelaunt stieg der 26-Jährige daher am Montagmorgen in den Flieger nach Astana, wo die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag (ab 18.30 Uhr im LIVE-TICKER) ihr EM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan bestreitet.

Mit SPORT1 sprach der 74-malige Nationalspieler zuvor über die Lehren aus dem Türkei-Spiel, Mesut Özil und Miroslav Klose sowie das kommende Länderspiel. (DATENCENTER: Die Gruppe A)

SPORT1: Wie zufrieden sind Sie nach den ersten drei EM-Qualifikationsspielen?

Philipp Lahm: Sehr zufrieden. Es ist der perfekte Start mit neun Punkten aus drei Spielen. Das ist enorm wichtig, weil es der Mannschaft wieder Sicherheit gibt. Aber der Sieg gegen die Türkei zählt nichts, wenn wir in Kasachstan nicht nachlegen.

SPORT1: Besteht die Gefahr, dass der Gegner unterschätzt wird?

[image id="230b1214-65b0-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Lahm: Ziel muss es sein, hinzufahren und die drei Punkte mitzunehmen. Aber dafür muss man konzentriert sein und sich gut vorbereiten. Der lange Flug und die ungewohnten Bedingungen dürfen da keine Ausrede sein. Wenn wir unsere Leistung abrufen, gewinnen wir auch.

SPORT1: Wie war die Atmosphäre in Berlin?

Lahm: Es war ein gefühltes Auswärtsspiel. Ich glaube, dass mehr türkische als deutsche Fans da waren. Aber auch unsere Anhänger haben auch sehr viel Stimmung gemacht, es war eine Super-Atmosphäre. Vor einer Kulisse von über 70.000 Zuschauern bei so einer Bombenstimmung zu spielen, macht Spaß. Am meisten natürlich, wenn man auch gewinnt.

SPORT1: Sie hatten vor dem Spiel gesagt, Sie seien nach der WM sehr erschöpft. Bekommt man bei so einem Spiel die zweite Luft?

Lahm: Nein, das spielt für einen Fußballer überhaupt keine Rolle. Es ist schön, vor so einer Kulisse zu spielen. Aber deshalb hat man nicht mehr Luft, das ist immer gleich.

[kaltura id="0_4hwz35r9" class="full_size" title=" Gl ckwunsch Deutschland "]

SPORT1: Spricht es für die Reife der DFB-Elf, dass Sie auch bei diesen Bedingungen so ein Spiel klar für sich entscheidet?

Lahm: Wir sind ja eine junge Mannschaft. Aber wir haben alle internationale Erfahrung, auch in unseren Vereinen. Das ist uns gegen die Türkei zugute gekommen. Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit, als wir eine schwierige Phase überstanden haben. Und danach haben wir auch wieder gut Fußball gespielt.

SPORT1: Wie haben Sie Mesut Özil erlebt?

Lahm: Ich denke, dass es für ihn schon ein besonderes Spiel war. Aber vor allem für sein Umfeld war es ein besonderes Spiel. Auf dem Platz hat er so agiert wie immer. Er ist Profi und das hat man gesehen. Mesut hat gut gespielt und ein Tor erzielt. Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Deshalb hoffe ich, dass er auch in Kasachstan spielen kann.

SPORT1: Haben Sie eine Erklärung, warum Miro Klose so regelmäßig in der Nationalmannschaft trifft und im Verein nicht?

Lahm: Mit Sicherheit bekommt er hier sehr gute Anspiele. Er stand beim 1:0 aber auch richtig, als der Ball vom Pfosten genau zu ihm springt. Und beim dritten Tor hat der Torwart den Ball genau auf ihn geschlagen und dann ist er eiskalt. Für uns ist es wichtig, dass wir bei der Nationalmannschaft einen Stürmer haben, der regelmäßig trifft. Miro trifft seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten. Deshalb ist er ein wichtiger Spieler für uns.

SPORT1: Glauben Sie, dass er Gerd Müller noch einholen wird?

Lahm: Die Möglichkeit hat er mit Sicherheit. Aber elf Tore sind immer noch eine Menge.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel