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Marko Marin hat bisher 14 Länderspiele absolviert © getty

Bei SPORT1 spricht Marko Marin über das Spiel gegen Kasachstan, seine Situation im DFB-Team und seine Zukunft bei Werder Bremen.

Vom DFB-Team berichtet Marco Wiefel

Astana - Den "Auswärtssieg" in Berlin hat Marko Marin bereits abgehakt. 297064(DIASHOW: Die Bilder des Spiels)

Auch wenn der kleine Dribbler von Werder Bremen beim 3:0 gegen die Türkei nicht von Beginn an zum Einsatz kam, hat er sich doch im Kader der Nationalmannschaft etabliert. 297065(DIASHOW: Das DFB-Team in der Einzelkritik)

Der 21-Jährige hofft im EM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan (ab 18.30 Uhr im LIVE-TICKER) in Astana auf seine Einsatzchance. Dabei ist für ihn die Position nebensächlich.

Mit SPORT1 sprach der Werder-Profi über seine Perspektive bei Joachim Löw, das Interesse namhafter Klubs an ihm und das EM-Qualifikationsspiel. (DATENCENTER: Die Gruppe A)

SPORT1: Es gab im Vorfeld einen ziemlichen Wirbel um das Spiel gegen die Türkei. Wie haben Sie das Spiel und das Drumherum erlebt?

Marko Marin: Für uns war es nicht so stressig, wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wurde. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel werden würde und dass viele türkische Fans im Stadion sein würden. Wir wollten die drei Punkte für die Qualifikation holen. Deshalb kann man sagen, dass wir erleichtert sind, aber das Drumherum hat uns nicht gestört.

SPORT1: Wie schwer fällt es nach so einem Highlight den Schalter gegen einen kleineren Gegner wie Kasachstan umzulegen?

Marin: Ich glaube, wir haben damit keine Probleme. Wir sind in der Vergangenheit gegen sogenannte kleine Gegner immer dominant aufgetreten. Der Reisestress und der Platz sind sicher ungewohnt, aber das darf keine Ausrede sein. Wir dürfen uns dort keinen Ausrutscher erlauben.

SPORT1: Die Reisestrapazen und die Zeitverschiebung sind ein großes Thema. Sind Sie ein Typ, der mit solchen Sachen Schwierigkeiten hat?

Marin: Nein, ich denke nicht. Wir versuchen unseren deutschen Rhythmus beizubehalten. Für die kasachischen Spieler ist es bestimmt auch nicht leicht. Sie müssen immerhin um 23 Uhr Ortszeit spielen. Für uns gibt es jedenfalls keine Ausflüchte. Wir haben die deutlich höhere Qualität und sollten das auch zeigen.

[kaltura id="0_ihlyjxf7" class="full_size" title="Abenteuer Kasachstan"]

SPORT1: Joachim Löw sieht keinen Grund die Startelf zu ändern. Hoffen Sie trotzdem weiter auf eine Chance?

Marin: Man bereitet sich auf seinen Einsatz vor und hofft natürlich auch zu spielen. Ich habe zuletzt viel mit dem Bundestrainer gesprochen. Er hat mir versichert, dass ich nahe an der Startelf bin und er schon für das Türkei-Spiel überlegt hatte mich zu bringen.

SPORT1: Wie enttäuscht ist man dann, dass es doch nicht von Anfang an geklappt hat?

Marin: Ich stecke das professionell weg. Der Trainer hat deutlich gesagt, dass ich komme wenn es eng wird. Es ist zum Glück kein enges Spiel geworden. Ich habe das sportlich genommen. Joachim Löw registriert meine Auftritte bei Werder und ich glaube, dass ich noch nie so nah an dran war.

SPORT1: Der Bundestrainer hatte überlegt, Sie gegen die Türkei auf der rechten Seite zu bringen. Nun nannte er Sie als Alternative für Mesut Özil im Zentrum. Wo sehen Sie Ihre Idealposition?

Marin: Natürlich fühle ich mich links wohler, weil ich dort auch im Verein zum Einsatz komme. Die rechte Seite ist aber auch kein Problem für mich und auch in der Mitte habe ich bei Werder schon gespielt.

SPORT1: Auf links ist Lukas Podolski derzeit gesetzt. Wie sehen Sie die Chancen, ihn zu verdrängen?

Marin: Im Moment sieht der Trainer Poldi vorn, aber ich muss mich nicht verstecken. Wenn ich im Verein Champions League spiele und meine Leistung bringe, werden meine Chancen steigen.

SPORT1: Zu Ihrer Zukunft: Beschäftigen Sie sich mit anderen Angeboten - Barca, ManUnited und Inter sollen interessiert sein?

Marin: Momentan ist es einfach sehr schön, in der Champions League zu spielen. Es hat einen anderen Stellenwert dort zu spielen. Werder hat gezeigt, dass der Verein zu diesem Kreis gehört und deshalb bin ich auch sehr glücklich in Bremen. Später könnte sich ein nächster Schritt immer noch ergeben, aber momentan ist das für mich überhaupt kein Thema.

SPORT1:Das Beispiel von Mesut Özil zeigt aber wie schnell es gehen kann...

Marin: Es gibt oft Anfragen von Vereinen, aber es muss alles passen. Ich denke, bei Mesut hat es gepasst. Er hat sich mit Sicherheit Gedanken gemacht, wo er seine Einsatzzeiten bekommt. Bei ihm hat es geklappt und ich hoffe er setzt sich weiter so gut in Szene.

SPORT1: Der Bundestrainer hat den Hype um junge Spieler kritisiert. Bei Ihnen wurden in Gladbach die Rufe nach der Nationalmannschaft auch schnell laut. Können Sie nachvollziehen, was Joachim Löw meint?

Marin: Bei mir war es etwas anders, da waren selbst die Medien über die Nominierung überrascht. Junge Spieler sind nicht immer konstant, aber Holtby, Schürrle und andere sind toll in die Saison gestartet. Ich habe nicht zu entscheiden, wer wann in die Nationalmannschaft berufen wird. Es kommt immer auf den Typ an. Man sollte aber nicht denken, dass man es schon geschafft hat weil man eine Einladung bekommt. Du musst immer weiter an dir arbeiten.

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