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Der Mainzer Lewis Holtby (M.) lief zum sechsten Mal für die U 21 auf © getty

Die neuformierte U-21-Nationalmannschaft überzeugt gegen die Ukraine. Die überragenden Schürrle und Holtby träumen vom DFB-Team.

Aus Unterhaching berichtet Christian Stüwe

Unterhaching - Selbst die Kälte im Unterhachinger Sportpark konnte Lewis Holtby und Andre Schürrle die gute Laune nicht verderben.

Beim Testspiel der U-21-Nationalmannschaft hatten die beiden Mainzer zunächst 90 Minuten lang den überforderten ukrainischen Gegenspielern Knoten in die Beine gespielt.

Nach Abpfiff ließen sich die "Bruchweg Boys" auch von den niedrigen Temperaturen nicht abhalten, ausführlich unter freiem Himmel Interviews zu geben.

"Es hat einen Riesenspaß gemacht", fasste Doppel-Torschütze Schürrle im Interview mit SPORT1 nach dem abschließenden 2:1-Sieg gegen die Ukraine die Tage bei der Juniorenauswahl zusammen: "Wir haben viele Maßnahmen unternommen, um ein Team zu werden."

Dies war auch nötig, hatte Trainer Rainer Adrion die Mannschaft nach dem blamablen Ausscheiden in der EM-Qualifikation doch komplett neu formiert.

Die Jahrgänge 1990 und 1991 wurden hochgezogen, im Sinne des Teambuildings wurde im Trainingslager am Chiemsee gemeinsam ein Floß gebaut und zu Wasser gelassen.

Ziel: EM 2013

Mit der neuen Mannschaft soll nun die Qualifikation zur U-21-Europameisterschaft 2013 in Angriff genommen werden.

Dass die Mannschaft das Potenzial dazu hat, deutete sie am Montag einmal mehr an. Auch im dritten Spiel blieb die neue Auswahl unbesiegt.

Vor allem die Offensive um Holtby, Schürrle und den Hoffenheimer Peniel Mlapa präsentierte sich sehr spielfreudig.

[kaltura id="0_8qdt83b1" class="full_size" title="Holtby zur A Mannschaft "]

Großes Lob für Holtby und Schürrle

"Die beiden waren mit Abstand die besten Spieler auf dem Platz", hob Adrion die zwei Spieler von Tabellenführer Mainz heraus.

Allerdings könnte den Trainer schon bald ein altes Problem wieder einholen.

Immer wieder wurden in der jüngeren Vergangenheit die Leistungsträger der U 21 zur A-Nationalmannschaft berufen, zuletzt etwa Thomas Müller und Holger Badstuber.

"Beide hätten eine Einladung verdient"

Zwar ist es der Hauptauftrag der U 21, Spieler für das A-Team herauszubringen, gleichzeitig werden aber auch von den Junioren Erfolge erwartet.

So dürfte es Adrion einerseits freuen, wenn Holtby und Schürrle künftig bei Löw spielen, anderseits wird er sie schmerzlich vermissen.

"Die beiden hätten sicherlich eine Einladung verdient", erklärte Adrion, wohlwissend, dass die Beförderung unmittelbar bevorsteht.

Bundestrainer Joachim Löw hatte unlängst angekündigt, die beiden Mainzer für das Testspiel der DFB-Elf im November gegen Schweden nominieren zu wollen.

Und Kapitän Holtby machte keinen Hehl daraus, für welches Team er künftig lieber auflaufen würde.

"Bruchweg-Boys" träumen vom DFB-Team

"Ich wäre schon glücklich, wenn der Anruf kommen würde", sagte der 20-Jährige nach dem Spiel.

"Wenn es so käme, wäre es toll", ergänzte Schürrle in der Kälte von Unterhaching.

Adrion dürfte die Aussagen mit gemischten Gefühlen verfolgt haben. Unter Umständen muss er sein Team aber bald schon wieder neuformieren.

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