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Mesut Özil (l.) absolvierte bislang 21 Länderspiele für Deutschland © getty

Beim Spiel in Schweden gibt Joachim Löw den den Mainzern und Dortmundern eine Chance. Özil und andere Stars dürfen sich ausruhen.

Frankfurt/Main - Joachim Löw schont drei WM-Stars und setzt zum Jahresausklang auf die Jugend:

Der Bundestrainer verzichtet im letzten Länderspiel in diesem Jahr am kommenden Mittwoch gegen Schweden in Göteborg unter anderem auf Kapitän Philipp Lahm, WM-Torschützenkönig Thomas Müller (beide Bayern München) und Mesut Özil (Real Madrid).

Das Trio darf sich eine Verschnaufpause gönnen. 310847(DIASHOW: Der Kader für das Schweden-Spiel)

Auch die zuletzt angeschlagenen Münchner Miroslav Klose (Oberschenkelblessur) und Holger Badstuber (Schambeinentzündung) sowie Keeper Tim Wiese (Werder Bremen) reisen nicht mit nach Skandinavien.

Die Entscheidung traf Löw in Abstimmung mit den jeweiligen Klubs.

"Das ist im Sinne der ganzen Liga"

"Das ist nicht nur im Sinne der Bayern, das ist im Sinne der ganzen Liga, denn wir müssen ja in der Champions League wichtige Punkte für die Bundesliga gewinnen", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Anstelle des pausierenden Spielführers Lahm wird sein Stellvertreter Bastian Schweinsteiger am kommenden Mittwoch die Kapitänsbinde tragen.

Der Münchner Mittelfeldspieler hatte im Oktober aus Verletzungsgründen die EM-Qualifikationsspiele gegen die Türkei (3:0) in Berlin und gegen Kasachstan (3:0) in Astana verpasst.

Zwei Mainzer und zwei Dortmunder neu dabei

Anstatt der Leistungsträger stehen in Göteborg gleich vier Debütanten auf dem Prüfstand. Die Mainzer Shootingstars Lewis Holtby und Andre Schürrle sowie die Dortmunder Talente Mario Götze und Marcel Schmelzer sollen im hohen Norden internationale Luft schnuppern.

"Als Joachim Löw mich angerufen hat, war ich gerade im Kino. Ich war so aufgeregt, dass meine Freundin das Auto nach Hause fahren musste", berichtete Schürrle vom Anruf des Bundestrainers.

[kaltura id="0_11vxytf9" class="full_size" title="Vier Neue f r L w"]

Die Bundesliga-Himmelsstürmer hätten sich laut Löw durch "überzeugende und kontinuierliche Leistungen in der Bundesliga" für die Einladung empfohlen und könnten in naher Zukunft international den Sprung schaffen.

"Es wird für sie bestimmt eine interessante Erfahrung sein, mit der Mannschaft zu trainieren und alle Abläufe im Umfeld des Teams kennenzulernen", sagte der Bundestrainer.

Himmelsstürmer dürfen hoffen

Und das Quartett kann sogar auf einen Einsatz hoffen, versicherte Löw:

"Unsere Planungen sehen vor, dass einige von ihnen auch eingesetzt werden und damit ihr Länderspiel-Debüt feiern können."

Zudem wird damit gerechnet, dass die Dortmunder Mats Hummels und Kevin Großkreutz eine weitere Bewährungschance bekommen. Der Verteidiger und der Mittelfeldspieler haben bereits jeweils einmal für die A-Mannschaft gespielt.

Löw: Mit guter Leistung verabschieden

Auf die leichte Schulter nimmt Löw die letzte Begegnung des Jahres trotz der zu erwartenden Experimente nicht.

"Ein Aspekt ist natürlich, junge Spieler an die Nationalmannschaft heranzuführen. Gleichzeitig wollen wir uns mit einer guten Leistung in die Winterpause verabschieden", sagte der 50-Jährige.

Schon jetzt fiebert er einer besonderen Herausforderung entgegen. Am 9. Februar 2011 steht in Dortmund der Klassiker gegen Italien an.

Dann sollen auch wieder die arrivierten Kräfte wie Spielmacher Özil, der sich bei Real Madrid längst in die Herzen der Fans gespielt hat, zurück an Bord sein.

Auch Helmes wieder dabei

Insgesamt stehen zehn WM-Teilnehmer im Aufgebot. Verzichten muss Löw weiterhin auf die Rekonvaleszenten Michael Ballack (Bayer Leverkusen) und Arne Friedrich (VfL Wolfsburg).

Erstmals seit dem Länderspiel gegen Dänemark am 11. August 2010 in Kopenhagen wurden Andreas Beck (1899 Hoffenheim) und Patrick Helmes von Bayer Leverkusen wieder berücksichtigt.

Leidtragender der Verjüngunskur der A-Auswahl in Schweden wird die U21-Nationalmannschaft sein. Beim Länderspiel des DFB-Nachwuchsteams gegen England am kommenden Dienstag in Wiesbaden wird DFB-Trainer Rainer Adrion nur ein Teil seines Stammkaders zur Verfügung stehen.

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