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Unter Joachim Löw hat das DFB-Team 41 von 59 Länderspielen gewonnen © getty

Das Schweden-Spiel birgt für Löw und einige Spieler schöne Erinnerungen. Ein Dortmunder steht vor seinem Debüt, Neuer muss auf die Bank.

München - Bundestrainer Joachim Löw feierte gegen Schweden einst sein Debüt als Bundestrainer, die sieben U-21-Europameister im Kader kehren zurück an die Stätte ihres größten Triumphs, und die Neulinge um Supertalent Mario Götze wollen ihre erste große Feuertaufe bestehen:

Das letzte Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft im WM-Jahr 2010 gegen die Skandinavier in Göteborg am Mittwoch (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) steht im Zeichen positiver Erinnerungen und einer hoffnungsvollen Zukunft der möglicherweise "goldenen Generation".

"Wir hoffen, dass die jungen Spieler die Etablierten gleich unter Druck setzen können", sagte Bundestrainer Joachim Löw nach der Landung in Göteborg am Montagnachmittag.

Shootingstars unter der Lupe

Löw konnte es kaum abwarten, die vier Dortmunder Shootingstars Götze, Marcel Schmelzer, Mats Hummels und Kevin Großkreutz sowie die beiden Mainzer Andre Schürrle und Lewis Holtby am Abend beim ersten Training im Stadion des BK Häcken unter die Lupe zu nehmen.

"Diese neuen, jungen Spieler passen sehr gut in unsere Philosophie. Das Spiel gegen Schweden ist eine sehr gute Möglichkeit, sie besser kennenzulernen. Alle Spieler haben die nötige Qualität und viele Entwicklungsmöglichkeiten", sagte Löw. (EM-QUALIFIKATION: DFB-Team vor Österreich)

Grundsätzlich forderte der Trainer gegen den Weltranglisten-32. einen Sieg, auch wenn die Mannschaft am Mittwoch wegen des Fehlens zahlreicher WM-Fahrer wie Philipp Lahm oder Thomas Müller eher einer Wundertüte gleichen wird.

"Bereit, hohes Risiko zu gehen"

"Schweden wird ein richtiger Prüfstein. Wir wollen zum Abschluss eines insgesamt sehr erfolgreichen Jahres gewinnen. Ich bin bereit, gegen die Schweden hohes Risiko zu gehen und drei oder sogar vier Positionen neu zu besetzen", sagte Löw.

Der 50-Jährige hatte am 16. August 2006 beim 3:0-Erfolg der DFB-Auswahl gegen Schweden in Gelsenkirchen sein Debüt als Bundestrainer gefeiert.

Schmelzer für Startelf vorgesehen

Auf ihre DFB-Premiere hoffen dürfen auch die Dortmunder Götze und Schmelzer sowie die Mainzer Holtby und Schürrle. Allerdings betonte Löw bereits, dass er nur sechsmal wechseln könne und deshalb nicht alle Himmelstürmer zu ihrem Debüt kommen werden.

Schmelzer ist indes für die Startformation vorgesehen. Auch Götze wird aller Voraussicht nach eingewechselt. Die zuletzt schwächelnden Schürrle und Holtby dürfen sich zumindest leise Hoffnungen machen.

Bewährungschance für Adler

Zudem könnte im Tor der Leverkusener Rene Adler anstelle der nominellen Nummer eins Manuel Neuer eine Bewährungschance erhalten.

Grundsätzliche verteidigte Löw am Montag noch einmal seine Strategie, viele junge Spieler in die Nationalmannschaft einzubauen.

[kaltura id="0_11vxytf9" class="full_size" title="Vier Neue f r L w"]

"Seit 2006 hat sich ein Wandel vollzogen. Wir geben vermehrt jungen Spielern eine Chance. 2004 oder 2005 kamen doch kaum U-21-Nationalspieler zum Einsatz, da wurde lieber noch ein Ausländer verpflichtet", meinte Löw.

Zudem stellte er klar: "Dadurch haben wir einige Jahre verloren. Denn die Jahre zwischen 18 und 22 sind ganz wesentlich für die Entwicklung der Spieler."

Schöne Erinnerungen für U-21-Helden

Besondere Erinnerungen bei der Ankunft in Göteborg wurden wach bei den ehemaligen U-21-Nationalspielern Neuer, Schmelzer, Hummels, Andreas Beck, Marko Marin, Sami Khedira und Jerome Boateng.

Am 29. Juni 2009 gewannen die sieben A-Nationalspieler in Schweden dank eines herausragenden 4:0 gegen England die U-21-Europameisterschaft. "Zurück zum Tatort", hieß deshalb die Parole von Neuer und Co.

Extra-Lob für Gomez

Ein Extra-Lob zollte Bundestrainer Löw am Montag noch Nationalstürmer Mario Gomez, der mit zuletzt elf Treffern in acht Pflichtspielen Selbstvertrauen getankt hatte.

"Mario ist ein Vollblutstürmer. Er braucht das uneingeschränkte Vertrauen des Trainers. Jetzt spürt Mario, dass er auch bei den Bayern eine gute Rolle spielen kann. Das gibt ihm Aufwind", sagte Löw.

Die voraussichtliche deutsche Aufstellung:

Adler - Boateng, Mertesacker, Westermann, Schmelzer - Khedira, Schweinsteiger - Marin, Kroos, Großkreutz - Gomez

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