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Patrick Funk (r.) bestreitet gegen England sein drittes U-21-Länderspiel © getty

Auch im Test gegen England zeigt sich das Adrion-Team gut erholt von der verpassten EM-Quali. Zupass kommt aber ein Platzverweis.

Frankfurt/Wiesbaden - Die deutsche U-21-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Länderspiel nach der verpassten EM-Qualifikation gewonnen und den Neuaufbau mit Erfolg fortgesetzt.

Vor den Augen von DFB-Präsident Theo Zwanziger besiegte das ersatzgeschwächte Team von Trainer Rainer Adrion in seiner letzten Partie des Jahres den Nachwuchs Englands in Wiesbaden mit 2:0 (1:0).

In einer Neuauflage des Europameisterschafts-Finals von 2009 stellten der Hannoveraner Konstantin Rausch (36.) und der Frankfurter Debütant Cenk Tosun (59., Foulelfmeter) mit ihren ersten Länderspieltreffern den neuerlichen Sieg der DFB-Auswahl gegen "Vize" England sicher.

Das Endspiel vom Malmö hatte die deutsche Mannschaft 505 Tage zuvor mit 4:0 gegen die "Three Lions" gewonnen.

Moritz: "Riesenerlebnis"

"Es war ein Riesenerlebnis", sagte Kapitän Christoph Moritz von Schalke 04: "Wir wissen, wie wir kompakt zu spielen haben. Nach vorne haben wir ungemein viel Qualität. Und wir sind auch in der Breite gut besetzt."

Vor 5600 Zuschauern konnte sich der amtierende Europameister erst zum Ende der ersten Halbzeit ein deutliches Übergewicht erspielen - und wurde gleich belohnt.

Außenverteidiger Rausch ließ mit seinem 20-Meter-Schuss den englischen Keeper Scott Loach schlecht aussehen.

Adrion musste in Wiesbaden die Leistungsträger Andre Schürrle, Lewis Holtby (beide FSV Mainz 05) und Mario Götze vom Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund ersetzen.

Das Trio war erstmals für den Kader der A-Nationalmannschaft nominiert worden, die am Mittwoch in Göteborg auf Gastgeber Schweden trifft.

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Tosun in Startelf

Adrion gab einem der insgesamt drei Debütanten in seinem Team gleich von Beginn an eine Chance und ließ Stürmer Tosun in der Startelf auflaufen.

Der Frankfurter bedankte sich für das Vertrauen mit einem verwandelten Elfmeter, nachdem der erst in der Halbzeit eingewechselte Torhüter Jason Steele zuvor den Hoffenheimer Boris Vukcevic im Strafraum gefoult haben soll.

Der Schlussmann bekam wegen der Notbremse die Rote Karte - eine sehr harte Entscheidung - und musste durch Feldspieler Henri Lansbury ersetzt werden (58.).

Erste Chancen durch Hoffenheimer Duo

Zunächst waren die um einen geordneten Spielaufbau bemühten Gastgeber aber nur durch Weitschüsse gefährlich. Der Hoffenheimer Sebastian Rudy (5.) verzog wie sein Vereinskollege Boris Vukcevic (11.) nur knapp.

Die von Ex-Nationalspieler Stuart Pearce trainierten Engländer, die im Gegensatz zur Adrion-Equipe für die EM 2011 in Dänemark qualifiziert sind, brachten die DFB-Auswahl immer dann in Bedrängnis, wenn sie schnell kombinierten.

Zum Ende des ersten Durchgangs fanden die Deutschen dann aber immer besser ins Spiel. Stefan Bell von 1860 München köpfte nur knapp über das Tor (45.).

Beister kommt zur Pause

In der Pause tauschte Adrion die diesmal blasse Kreativabteilung um den zuletzt überragenden Ilkay Gündogan (1. FC Nürnberg) aus und verhalf dem Düsseldorfer Maximilian Beister zu seinem Debüt.

Die Chancen für den Europameister häuften sich. Doch unter anderem Daniel Ginczek aus Dortmund (66.) vergab aus aussichtsreicher Position.

In der insgesamt überzeugenden deutschen Mannschaft waren der Hoffenheimer Angreifer Peniel Mlapa, Rausch sowie Vukcevic die auffälligsten Akteure.

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