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Kevin Kuranyi spielte bislang 52-mal für Deutschland und erzielte 19 Tore © getty

Der Schalker Stürmer setzt darauf, nochmal eine Chance in der Nationalmannschaft zu bekommen, steht aber auch zu seiner "Flucht".

München - Kevin Kuranyi hofft trotz seiner Suspendierung auf eine zweite Chance in der deutschen Nationalmannschaft.

"Ich hoffe nicht, dass mir ein Fehler alles verbaut hat. Irgendwann wird es wieder ein Ziel sein, für Deutschland zu spielen", sagte der 26-Jährige der "Welt am Sonntag".

Der Schalker fühle sich noch als Nationalspieler, doch "im Moment ist alles, so wie es ist, okay".

"Flucht" aus Dortmund

Bundestrainer Joachim Löw hatte Kuranyi Mitte Oktober aus der Mannschaft geworfen, nachdem der Schalker sich in der Halbzeit des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland in Dortmund aus Enttäuschung über seine Nichtberücksichtigung vom Team abgesetzt hatte.

Kuranyi hatte sich bei Löw und dem Team für sein Verhalten entschuldigt, doch der Bundestrainer war bei seiner Entscheidung geblieben.

Kuranyi steht zu seiner Entscheidung

Rückblickend hätte Kuranyi Löw lieber über seinen Abgang informiert, doch zu der Entscheidung an sich steht der Angreifer nach wie vor.

"Wenn ich nicht gegangen wäre, hätte ich viele Sachen, die für meine Zukunft wichtig sind, nicht gelernt. Manchmal muss man für sich selbst etwas tun, auch wenn es kein anderer verstehen kann", meinte der 52-malige Nationalspieler.

Kuranyi verteidigte zudem Torsten Frings, der in der DFB-Auswahl zuletzt nur zweite Wahl war und seinen Unmut geäußert hatte. "Soll er nicht sauer sein, wenn er plötzlich draußen sitzt? Man muss versuchen, ihn zu verstehen, wenn er sich vielleicht ungerecht behandelt fühlt", meinte Kuranyi. Wichtig sei, dass man sich gegenseitig respektiere.

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