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Joachim Löw tritt mit Deutschland am kommenden Mittwoch gegen Italien in Dortmund an © getty

Der Bundestrainer steht gegen Italien auf Schwarz-Gelb - sogar ein Neuling ist dabei. Ballack ist erwartungsgemäß nicht an Bord.

Dortmund - Borussia Deutschland gegen Italien.

Mit fünf Profis des herausragenden Bundesliga-Tabellenführers Borussia Dortmund bestreitet der WM-Dritte Deutschland in der Westfalenmetropole sein erstes Länderspiel des Jahres am kommenden Mittwoch gegen Italien.

Mats Hummels, Kevin Großkreutz, Mario Götze, Marcel Schmelzer und Neuling Sven Bender dürfen sich in ihrem eigenen Wohnzimmer Hoffnungen auf einen Einsatz gegen den Weltmeister von 2006 machen.

Der etatmäßige Kapitän Michael Ballack gehört wie erwartet noch nicht zum 22-köpfigen Aufgebot, das Bundestrainer Joachim Löw am Freitag bekannt gab.

Loblied auf Bender

"Dortmund spielt in dieser Saison einen herausragenden Fußball, man sieht vor allem die Handschrift des Trainers," sagte Löw, der vor allem von den Auftritten des 21-jährigen Benders nach der Winterpause angetan ist.

"Er hat mich enorm überzeugt, er ist überragend gut in der Balleroberung", lobte der Bundestrainer den defensiven Mittelfeldspieler, der als 45. Neuling in der Ära Löw in die DFB-Geschichte eingehen könnte.

Löw legt sich fest: Neuer im Tor

Aber auch die anderen Dortmunder Protagonisten scheinen sich bei Löw festgespielt zu haben.

"Mats Hummels ist in den letzten Monaten noch stärker geworden, Mario Götze verfügt über eine sehr gute Spielintelligenz, Kevin Großkreutz ist ein Führungsspieler im Team und Marcel Schmelzer für mich ein Kandidat für die linke Außenposition", sagte der 51-Jährige.

Löw versprach für den Jahreauftakt vorab eine engagierte Leistung seiner Mannschaft, die sich für die anstehenden Spiele gegen Kasachstan (26.3.) und Australien (29. 3.) einspielen wolle.

"Deshalb kann ich schon sagen, dass Manuel Neuer im Tor stehen wird", sagte der Bundestrainer, der den Schalke-Torwart am Abend im Revierderby beim BVB ebenso wie seinen Dortmunder Kandidaten selbst in Augenschein nahm.

Löw freut sich für Gomez

Dass er sowohl im Angriff als auch in der Innenverteidigung aus dem Vollen schöpfen kann, bezeichnete der Bundestrainer als eine "komfortable Situation".

Vor allem, dass ihm in Miroslav Klose und Mario Gomez zwei gleichwertige Stoßstürmer zur Verfügung stünden, sei eine Verbesserung zum vergangenen WM-Jahr, das mit dem Vergleich gegen die Squadra Azzurra endgültig abgehakt werden soll.

"Ich freue mich, dass Gomez bei den Bayern seine alte Form gefunden hat, die er bei der WM noch nicht hatte. Aber es ist auch nach wie vor so, dass Miroslav bei uns immer Leistung gebracht hat, wenn es darauf ankam. Ich bin froh, zwei zentrale Stürmer zu haben."

Vier Spieler für zwei Plätze

Das gelte auch für die Innenverteidigung, für die es nach der Rückkehr von Arne Friedrich einige Alternativen gebe. In dem Wolfsburger sowie Hummels, Per Mertesacker und Holger Badstuber gibt es vier Konkurrenten für zwei Plätze.

Erwartungsgemäß nicht mit an Bord gegen den die Italiener ist Ballack, der sich nach Angaben von Löw auf einen guten Weg befindet, aber bei Bayer Leverkusen zunächst noch die Spielpraxis sammeln soll.

Holtby und Schürrle nicht dabei

Dann werde er sich im März mit seinem etatmäßigen Kapitän besprechen und die weiteren Schritte beraten.

Dagegen stehen Ersatz-Kapitän Philipp Lahm, WM-Torschützenkönig Thomas Müller, Klose, Lukas Podolski, Mesut Özil und Badstuber im Gegensatz zum letzten Länderspiel 2010 in Schweden wieder im Kader.

Lewis Holtby und Andre Schürrle von Mainz 05, die in Göteborg wie Götze und Schmelzer ihren ersten Einsatz hatten, wurden nicht nominiert.

Das Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft:

Tor: Manuel Neuer (Schalke 04), Rene Adler (Bayer Leverkusen)

Abwehr: Arne Friedrich (VfL Wolfsburg), Dennis Aogo (Hamburger SV), Holger Badstuber (Bayern München), Philipp Lahm (Bayern München), Jerome Boateng (Manchester City), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund), Heiko Westermann (Hamburger SV)

Mittelfeld: Mario Götze (Borussia Dortmund), Kevin Großkreutz (Borussia Dortmund), Sven Bender (Borussia Dortmund), Mesut Özil (Real Madrid), Sami Khedira (Real Madrid), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Christian Träsch (VfB Stuttgart)

Angriff: Mario Gomez (Bayern München), Miroslav Klose (Bayern München), Thomas Müller (Bayern München), Lukas Podolski (1. FC Köln)

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