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Khedira (l.) hat bisher 17 Mal für die Nationalelf gespielt, Klose 105 Mal © getty

Löw vertraut im Test gegen Italien Miroslav Klose und einer "optimalen Kombination". Auch die Shootingstars dürfen hoffen.

Vom DFB-Team berichtet Martin Volkmar

Kamen - Joachim Löw kam spät, aber bester Laune zur Pressekonferenz vor dem ersten Länderspiel des Jahres.

"Die Videositzung mit dem Team hat länger gedauert, weil wir seit 16 Jahren nicht mehr gegen Italien gewonnen haben", meinte der Bundestrainer mit einem Schmunzeln.

Denn die Vorgabe für die DFB-Auswahl ist klar: "Wir wollen diese Serie beenden, das ist unser Ziel."

Trotz der seit 1995 andauernden Erfolglosigkeit geht der 51-Jährige zuversichtlich in den Klassiker mit dem Weltmeister von 2006 am Mittwoch in Dortmund (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Nur Gomez fehlt

Mit Ausnahme des besten Bundesliga-Torschützen Mario Gomez stehen Löw alle Stammspieler zur Verfügung ? und dahinter zahlreiche hoffnungsvolle Talente.

Und auch der Ausfall von Gomez (Knieverletzung) macht dem DFB-Chefcoach keine Sorgen, denn trotz seines Reservisten-Daseins im Verein hinter Gomez ist Miroslav Klose für Löw eine vollwertige Alternative.

"Er ist nach wie vor ein Klassestürmer, selbst wenn er bei Bayern nicht spielt", sagte er über den 32-Jährigen, der mit seinem 106. Länderspiel Jürgen Kohler überholen würde und damit alleinige Nummer drei der DFB-Rekordliste hinter Lothar Matthäus (150) und Jürgen Klinsmann (108) wäre.

Zwei Dortmunder in der Startelf

Auch sonst wird bei der Revanche für das mit 0:2 nach Verlängerung verlorene Halbfinale 2006 an gleicher Stelle die WM-Stammformation von 2010 auflaufen - mit zwei Ausnahmen.

Löw will erst nach dem Abschlusstraining am Dienstagabend in der Sportschule Kaiserau über die Besetzung des zweiten Innenverteidigers und des Linksverteidigers entscheiden.

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Fast alles spricht aber schon jetzt dafür, dass die beiden BVB-Lokalmatadoren Mats Hummels und Marcel Schmelzer auf den vakanten Positionen den Vorzug vor den WM-Teilnehmern Holger Badstuber, Arne Friedrich, Jerome Boateng und Dennis Aogo erhalten werden.

Daneben werden Kapitän Philipp Lahm und Per Mertesacker vor Manuel Neuer die Viererkette bilden.

Khedira einsatzbereit und gesetzt

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Im defensiven Mittelfeld setzt Löw auf sein Stammduo Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira, obwohl der Profi von Real Madrid zuletzt an einer Knieprellung laboriert hatte.

"Khedira ist belastbar und wird gegen Italien beginnen", erklärte Löw, der den Nachrückern inklusive Michael Ballack wenig Hoffnung machte:

"Die Kombination Bastian Schweinsteiger/Sami Khedira ist für mich auf der Sechserposition optimal. Ich sehe keine Veranlassung, daran etwas zu ändern."

Hinter der einzigen Spitze Klose soll wie in Südafrika das Trio Thomas Müller, Mesut Özil und Lukas Podolski zaubern.

BVB-Shootingstars dürfen auf Einsatz hoffen

Die weiteren drei Dortmunder Shootingstars Mario Götze, Kevin Großkreutz sowie der erstmals berufene Sven Bender werden dagegen im mit bisher 56.000 verkauften Tickets noch nicht ausverkauften Westfalenstadion wohl erst in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kommen.

"Vor allem nach der Pause will ich einiges ausprobieren und einige junge Spieler sehen", kündigte Löw an.

Das Prestigeduell gegen den viermaligen Weltmeister sieht er als echten Härtetest: "Italien ist nach wie vor eine Mannschaft, die sehr gut verteidigen und das Tempo aus dem Spiel nehmen kann. Das ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird."

Die voraussichtliche deutsche Aufstellung:

Neuer - Lahm, Mertesacker, Hummels, Schmelzer - Khedira, Schweinsteiger - Müller, Özil, Podolski - Klose

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