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Mario Götze (li.) sammelte erste Länderspiel-Erfahrungen schon in der U15 des DFB © getty

Gegen die Squadra Azzurra wollen Löws Mannen den Italien-Fluch besiegen. In Dortmund stehen vor allem die Lokalmatadore im Mittelpunkt.

Vom DFB-Team berichtet Martin Volkmar

Dortmund ? Mit einem Paukenschlag will die deutsche Nationalmannschaft das Länderspieljahr beginnen:

Heute Abend (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) soll im Dortmunder Signal-Iduna-Park endlich die lange Durststrecke gegen Italien beendet und gleichzeitig Revanche für die bittere Niederlage an gleicher Stelle im WM-Halbfinale 2006 genommen werden.

"Diese Niederlage hat lange an einem genagt", sagt Philipp Lahm. "Wir haben seit 16 Jahren nicht gegen Italien gewonnen - das ist das Ziel."

Schwung nehmen für die restliche EM-Qualifikation

Der Kapitän, der neben Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose und Per Mertesacker schon vor viereinhalb Jahren beim letzten Duell dabei war, erklärt daher:

"Wir wollen beweisen, dass wir zu den großen Fußball-Nationen gehören und den Italien-Fluch beenden."

Das ist auch das Ziel von Joachim Löw, der mit einem Erfolg im Prestigeduell gegen den viermaligen Weltmeister Schwung nehmen will für die restliche EM-Qualifikation.

Vor allem aber will der Bundestrainer sehen, welche der vielen hoffnungsvollen Nachrücker in seinem Aufgebot sich für höhere Aufgaben empfehlen ? das Casting für die Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine beginnt schon in Dortmund. (Die Aufstellung: Löw setzt auf Klose und Khedira)

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SPORT1 hat die Fakten zum Spiel:

Personal:

Mit zwei Ausnahmen baut Löw auf seine WM-Stammkräfte. Offen ließ er bis zuletzt den zweiten Innenverteidiger neben Per Mertesacker und den Linksverteidiger.

Hier spricht aber fast alles für die Dortmunder Lokalmatadoren Mats Hummels und Marcel Schmelzer. Darüber hinaus kann sich Mario Götze noch leichte Hoffnungen auf einen Platz in der Anfangsformation machen.

In der Sturmspitze ersetzt Bayern-Reservist Miroslav Klose den verletzten Teamkollegen Mario Gomez.

Bei den Gästen stehen in Torhüter Gianluigi Buffon, der nach mehrmonatiger Pause wegen eines Bandscheibenvorfalls sein Comeback feiert, sowie Daniele de Rossi nur noch zwei Weltmeister von 2006 in der Mannschaft.

Dennoch verfügt das stark verjüngte Team nach wie vor über zahlreiche Hochkaräter wie den gebürtigen Brasilianer Thiago Motta, Giampaolo Pazzini (beide Inter Mailand) oder Antonio Cassano (AC Mailand).

"Es ist nach wie vor eine Mannschaft, die sehr gut verteidigen und das Tempo aus dem Spiel nehmen kann. Das ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird", sagt Löw.

Spieler im Fokus: Mario Götze

Der 18-Jährige ist der Shootingstar der bisherigen Saison. Trotz seines jungen Alters ist er schon jetzt nicht mehr wegzudenken aus der Dortmunder Erfolgself.

Gut möglich, dass er nach seinem Debüt im November in Schweden (0:0) nun erstmals von Beginn an in der DFB-Elf auflaufen darf.

Ansonsten aber dürfte Götze zumindest die zweite Halbzeit in seinem Heimatstadion bekommen, um sein außerordentliches Potenzial zusammen mit Real-Madrid-Star Mesut Özil auch gegen einen internationalen Top-Gegner unter Beweis zu stellen.

Bilanz:

Italien gehört zu den wenigen Nationalteams, gegen die die DFB-Auswahl eine negative Bilanz hat ? und zwar deutlich:

In 29 Länderspielen gab es nur sieben Siege, acht Unentschieden und 14 Niederlagen.

Der letzte Sieg liegt fast 16 Jahre zurück: Am 21. Juni 1995 gewann die Elf von Berti Vogts in Zürich mit 2:0. Danach gab es in vier Begegnungen drei Niederlagen, zuletzt das 0:2 im WM-Halbfinale am 4. Juli 2006.

Das sagt der Bundestrainer:

Joachim Löw: "Wir haben fast 16 Jahre gegen Italien nicht gewonnen, von der Statistik gesehen ist das ein Angstgegner. Diese Serie wollen wir beenden, das ist unser Ziel. Dabei wollen wir unserem Trend aus dem Vorjahr bestätigen."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: Neuer - Lahm, Mertesacker, Hummels, Schmelzer - Khedira, Schweinsteiger - Müller (Götze), Özil, Podolski - Klose

Italien: Buffon - Cassani, Ranocchia, Bonucci, Chiellini - Montolivo, Motta, de Rossi, Mauri - Pazzini, Cassano

Schiedsrichter: Braamhaar (Niederlande)

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