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Giuseppe Rossi (Nr. 22) wechselte 2007 von Manchester United zum FC Villarreal nach Spanien © getty

Deutschland hatte Angst, die Squadra Azzurra bewies Charakter. Italiens Presse sieht eine Brücke für die Zukunft gebaut.

München/Rom - Das WM-Desaster von Südafrika rückt immer mehr in den Hintergrund, auch ohne junge Talente blickt Italiens Presse wieder in eine glorreiche Fußball-Zukunft. Das ist der mediale Tenor nach dem 1:1-Remis gegen Deutschland 349202(DIASHOW: Die Bilder des Spiels).

Vor 60.196 Zuschauern hatte es zeitweise nicht nur wegen der zahlreichen italienischen Fans so ausgesehen, als habe die Squadra Azzura ein Heimspiel.

Auch mit den widrigen Platzverhältnissen kamen die Gäste zu Beginn und vor allem in der zweiten Halbzeit weitaus besser zurecht.

SPORT1 hat die Stimmen der italienischen Presse zum Spiel in Dortmund:

Gazzetta dello Sport: "Das Remis im Länderspiel gegen die drittstärkste Nationalmannschaft der WM in Südafrika ist positiv, weil es wegweisend ist. Zum ersten Mal hat man wirklich das Italien spielen gesehen, das Cesare Prandelli aufbauen will. In Dortmund hat Italien bewiesen, dass die Mannschaft den Neubeginn schaffen kann, ohne seine Geschichte zu vergessen".

Corriere dello Sport: "Italien ist auf dem richtigen Weg. Es war das schönste Spiel Italiens seit 2008. Deutschland hat 15 Minuten lang nach Kloses Tor beeindruckt, der Rest der Begegnung stand trotz einiger Fehler unter Kontrolle der Azzurri. Deutschland hat Italien nicht wirklich unter Druck gesetzt, als hätte es vor den Italienern Angst. Daher war das Tempo der Deutschen niedriger als sonst."

Tuttosport: "Italien spielte besser als Deutschland, einige Fehler in der defensiven Phase hätten vermieden werden können, doch insgesamt wächst die italienische Nationalmannschaft. Abgesehen von dem Wert des Trio Müller-Özil-Podolski und des Talents von Miroslav Klose scheint der Rest der deutschen Bande nicht unerreichbar zu sein. In dem heikelsten und prestigereichsten Spiel bis zur EM 2012 haben die Azzurri nicht schlecht abgeschnitten. Sie haben eine symbolische Brücke für die Zukunft gebaut. Italien ist nicht mehr ein Spitzenteam, wie der 13. Platz im FIFA-Ranking bezeugt, hat jedoch seine Würde zurückgewonnen".

Repubblica: "Das Remis des Prandelli-Teams in Deutschland, das dem italienischen Fußball die Spitzenposition in der Champions League weggenommen hat, kann fast als Sieg betrachtet werden. Die Italiener haben auf ein offensives Spiel gesetzt und dabei den deutschen Coach Löw dementiert, der Italien beschuldigt hatte, zu defensiv zu spielen."

Corriere della Sera: "Ein Italien mit Charakter. Die Azzurri spielen mit Mut und setzen Deutschland unter Druck. Das Ergebnis in Dortmund ist fair. Wer damit gerechnet hatte, dass Deutschlands Wunsch auf Revanche Italien versenken würde, ist enttäuscht worden. Nicht einmal Kloses Tor hat die Azzurri entmutigt, die weiter nach Gelegenheiten gesucht haben."

[kaltura id="0_i6mna6cs" class="full_size" title="Kein Sieg aber frohen Mutes"]

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