Die Reaktionen auf das 1:1 gegen Italien zeigen, dass die Erwartungshaltung gestiegen sind. Das ist die richtige Einstellung.

Am Ende überwog nach dem 1:1 gegen Italien die Enttäuschung bei Spielern und Fans, und das muss kein schlechtes Zeichen sein.

Es zeigt nämlich, dass es der deutschen Mannschaft nicht mehr reicht, gegen eine große Fußball-Nation nicht verloren zu haben.

Dabei gehören die Italiener ungeachtet der verkorksten WM unter dem neuen Coach Cesare Prandelli dank ihres enormen Potenzials nach wie vor zur erweiterten Weltspitze.

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Aber wenn die DFB-Auswahl endlich bei der EM 2012 und im Idealfall auch der WM 2014 den letzten Schritt zum Titel machen will, muss sie wieder mit Siegen gegen Teams wie Italien, Brasilien oder die Niederlande auf sich aufmerksam machen.

Deshalb ist es auch höchst lobenswert, dass der DFB sich vorrangig um solche hochklassigen Gegner für die nächsten Test-Länderspiele gekümmert hat.

Ansonsten hätte beim ersten Länderspiel des Jahres vielleicht sogar ein Reinfall gedroht.

Denn gegen einen weniger renommierten Rivalen wäre das Engagement der deutschen Spieler, die sich im Moment mit dem Kopf eigentlich nur bei der Bundesliga befinden, wohl nicht so hoch gewesen.

Doch auch so wurden gerade in der zweiten Halbzeit genügend Defizite deutlich, sowohl in der Organisation der Defensive als auch im konsequenten Spiel nach vorne.

Ganz so stark ist das junge Team von Bundestrainer Joachim Löw eben noch nicht, dass es mit minimaler Vorbereitung in Top-Verfassung auftreten könnte.

Dennoch ist die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit nach den erfolgreichen letzten Jahren enorm gestiegen. Das machte die Tatsache überdeutlich, dass das Dortmunder Stadion trotz des klangvollen Gegners nicht ausverkauft war.

Da ist es gut zu hören, dass auch der Bundestrainer und seine Spieler mit einem Unentschieden gegen einen viermaligen Weltmeister nicht mehr zufrieden sind.

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