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Lewis Holtby (li.) feierte gegen Schweden sein A-Länderspiel-Debüt © getty

Deutschlands U 21 quält sich über weite Strecken in Griechenland. Spielerischen Glanz gab es wenig von Adrions Jungs.

München/Athen - Keine Tore, kaum Chancen, wenig Spielfreude: Nach dem müden Start ins neue Jahr suchte Rainer Adrion erst gar nicht nach unnötigen Ausflüchten.

"Das war ein zähes Spiel. Uns hat Kreativität und Abschlussstärke gefehlt, wir haben uns zu wenig Torchancen erspielt", sagte der DFB-Trainer nach dem faden 0:0 der deutschen U-21-Nationalmannschaft in Griechenland.

90 Minuten lang hatten sich beide Mannschaften an Harmlosigkeit überboten. Zudem störten zahlreiche Fouls den Spielfluss, sorgten für Unmut beim deutschen Trainer und seinem Team.

"Eine solche Härte ist in einem Freundschaftsspiel sonst nicht drin. Aber wir haben uns gut gewehrt. So haben wir gesehen, was uns hier in der Quali erwartet", sagte Adrion.

Schon im November reist der DFB-Tross erneut nach Griechenland, dann geht es um Punkte für die EM 2013.

Die robuste Gangart der Griechen war dann auch die wichtigste Erkenntnis aus einem Spiel, das mehr Fehlpässe als Torschüsse zu bieten hatte.

Ein erster Wink fürs Quali-Spiel

"In der Qualifikation müssen wir dagegenhalten. Wenn wir dann unser Spiel spielen, gewinnen wir das auch", sagte Abehrspieler Konstantin Rausch von Hannover 96. Hoffenheims Sebastian Rudy warnte, "dass die Griechen aggressiv zum Mann gehen. Darauf müssen wir uns einstellen".

Bevor es in der zweiten Jahreshälfte ernst wird, hat Adrion noch drei Spiele Zeit für Experimente. Schließlich musste er in Athen die angeschlagenen Andre Schürrle und Boris Vukcevic sowie den beim A-Team weilenden Mario Götze ersetzen.

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In Christian Clemens (1. FC Köln), Daniel Didavi (VfB Stuttgart) und Werder Bremens Felix Kroos, Bruder von Nationalspieler Toni Kroos, kamen gleich drei Spieler zu ihrem Debüt. Einen bleibenden Eindruck hinterließ allerdings keiner.

Einer der wenigen Aktivposten war der vom A-Team zurückgekehrte Kapitän Lewis Holtby, der jedoch kaum eine Anspielstation fand.

"Es war nicht einfach für unsere neuformierte Mannschaft", sagte der Mainzer: "Zwar sind wir immer noch ungeschlagen, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns". Das Zusammenspiel der Mannschaft werde aber noch besser werden.

Endstation Strafraum

Zumindest die letzte halbe Stunde zeigte dann doch noch, warum der deutsche Nachwuchs zuletzt dreimal in Folge gewonnen und auch England geschlagen hatte. Die DFB-Elf diktierte das Geschehen, wenn auch am Strafraum meist Endstation war.

"Wir haben uns stabilisiert und das Spiel kontrolliert", sagte Adrion. Fast wäre gar das 1:0 gefallen, doch Richard Sukuta-Pasu (St. Pauli) und der Mönchengladbacher Patrick Herrmann verpassten eine Hereingabe von Tony Jantschke knapp (69.).

Und so rang Adrion sich am Ende doch noch zu einem halbwegs positiven Fazit durch: "Wir haben die Null gehalten und sind weiter unbesiegt. Das sind die Fakten", sagte der Trainer.

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