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Oliver Bierhoff ist seit 2004 Manager der deutschen Nationalmannschaft © getty

Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff führt seinen Abnutzungskampf gegen Negativstimmen weiter und räumt mit Unwahrheiten auf.

Berlin - Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hat sich erneut gegen die Angriffe aus der Bundesliga und die anhaltende Kritik an seinen Werbeverträgen zur Wehr gesetzt.

"Mittlerweile herrschen bei mir ja fast schärfere Compliance-Regeln als bei den Dax-Unternehmen. Wenn ich nur nach dem gehe, was man mir nachsagt, darf ich mich bald gar nicht mehr bewegen. Das alles ist eine Mischung aus Interessen, Unkenntnis und Skepsis", beschwerte sich Bierhoff im Interview mit dem Magazin stern.

Und versuchte gleich noch ein anderes Image loszuwerden: "Ich war nie Everybody's Darling. Ich will es auch gar nicht sein."

Bierhoff nerven vor allem die ständigen Anspielungen auf seine Werbeverträge.

"Gehen wir die Fälle dann doch einmal durch! Ich hatte früher Verträge mit Bitburger, Nike, Sat.1 und Toshiba, bevor ich zum DFB ging. Und wie viele davon habe ich jetzt noch? Keinen mehr. Alle Verträge habe ich für den DFB beendet. Das sind die Fakten - nur schreibt darüber niemand", meinte Bierhoff.

Attacke von Heribert Bruchhagen

Zuletzt hatte Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen den Nationalmannschaftsmanager an den Pranger gestellt. "Oliver ist steinreich und verdient wie wir alle exzellent", hatte Bruchhagen erklärt.

Deshalb verstehe er nicht, warum Bierhoff "als DFB-Manager immer noch Nebengeschäfte" mache.

Damit zielte Bruchhagen auch auf Bierhoffs Agentur Projekt b, die bis vor kurzem noch den neuen DFB-Koch Holger Stromberg vermarktete und zudem Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp und Radprofi Linus Gerdemann betreut.

Bierhoff mache sich durch seine Aktivitäten angreifbar, meinte Bruchhagen, der zugleich Vorstandsmitglied der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist. "Ein Angestellter der DFL und des DFB muss bei seinen Entscheidungen Neutralität bewahren, die ist im Falle von Oliver Bierhoff nicht sichergestellt", hatte Bruchhagen weiter erklärt.

"Stromberg-Vertrag ein Fehler"

Den mittlerweile aufgelösten Vertrag mit DFB-Koch Stromberg würde Bierhoff so allerdings nicht noch einmal abschließen.

"Das war ein Fehler, wobei die Zusammenarbeit zunächst ohne mein Wissen entstand. Deshalb hat Marc Kosicke sie auch wieder beendet. Es heißt dadurch aber gleich, der Bierhoff wirtschaftet sich mit seiner Firma in die eigene Tasche. Einer schreibt es und alle schreiben ab, weil das bequem ist und schlagzeilenträchtig", meinte Bierhoff.

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