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Tim Wiese brachte sich mit starken Paraden ins Gespräch © imago

Die Länderspiel-Saison endet mit einer Niederlage. Aber im deutschen Team gibt es auch einige Gewinner der EM-Spielzeit.

Vom DFB-Team berichtet Martin Volkmar

Berlin - Rene Adler ließ sich viel Zeit, denn er hatte viel zu erklären.

Daneben gegriffen hatte der Leverkusener beim 0:1 der Engländer und damit letztlich die deutsche 1:2-Niederlage eingeleitet.

Also sprach Adler, und zwar mit nahezu allen Journalisten, bis ihn die Mitarbeiter des DFB-Presseabteilung als letzten Nationalspieler förmlich aus den Katakomben des Berliner Olympiastadions hinauskehrten.

Adler: "Hake das als Lehrgeld ab"

Vorher gab er Sport1.de noch ein allerletztes Statement zu seinem Missgeschick: "Meiner Meinung nach war das ein Foul von Defoe. Aber ich hake das mal als Lehrgeld ab."

Rückendeckung bekam der Youngster nämlich von keiner Seite.

Sowohl Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn als auch Bundestrainer Joachim Löw erklärten: "Das muss man nicht abpfeifen."

Pech für Adler auch deshalb, weil er nach seinen zwei überzeugenden ersten Auftritten im deutschen Tor gegen Russland und Wales schon als sichere neue Nummer 1 galt.

Wiese betreibt Eigenwerbung

Doch gegen England patzte der 23-Jährige, während sein Vertreter Tim Wiese mit einigen starken Aktionen in der zweiten Halbzeit Eigenwerbung betrieb.

"Ich war schon enttäuscht, dass ich nicht von Anfang gespielt habe", gab der Bremer nach seinem ersten Länderspiel im Gespräch mit Sport1.de zu.

"Aber ich denke, ich habe das gut gemacht und kann mit meiner Leistung zufrieden sein."

Die Torwart-Frage wird Löw also mit ins Jahr 2009 nehmen. Doch auch sonst blieben nach dem letzten Länderspiel des Jahres mehr Fragen als Antworten.

Vor allem die Abwesenden profitieren

Denn die Akteure auf dem Feld hinterließen größtenteils einen so schwachen Eindruck, dass vor allem die abwesenden Nationalspieler davon profitierten.

Sport1.de gibt einen Überblick über die Rangfolge in den einzelnen Mannschaftsteilen.

Tor:

Noch hat Adler leicht die Nase vorn, aber gegen England hat er die Chance verpasst, seine Position zu zementieren.

Stattdessen wittert Wiese Morgenluft und auch Robert Enke dürfte nach auskurierter Verletzung im neuen Jahr wieder angreifen. Backup dahinter ist vorerst Manuel Neuer von Schalke 04.

Abwehr:

Rechts profitiert Arne Friedrich vor allem von der fehlenden Konkurrenz. Clemens Fritz ist defensiv zu schwach, Andreas Hinkel erst wieder auf dem Weg zurück zu einer festen Größe im DFB-Team.

Gut möglich, dass daher neben Leverkusens Gonzalo Castro auch der Hoffenheimer Andreas Beck eine Alternative wird.

Vielleicht erhält Friedrich auch zenral eine neue Chance, wo er bei Hertha BSC überzeugt. Per Mertesacker ist zwar weiter nicht in Bestform, in der Innenverteidigung aber vorerst gesetzt.

Westermann mit Licht und Schatten

Heiko Westermann hingegen zeigte zuletzt bei Schalke und im Nationalteam Licht und Schatten, gleiches gilt für Stuttgarts Youngster Serdar Tasci. Und Christoph Metzelder spielt erst wieder bei Löw eine Rolle, wenn er bei Real Madrid regelmäßig aufläuft.

In Lauerstellung befinden sich Marvin Compper, der zentral oder auch links spielen kann, und der Schalker Benedikt Höwedes.

Auf links ist Philipp Lahm umumstößlich, könnte aber auch nach rechts wechseln. Dahinter kommen Marcell Jansen, Christian Pander und mit etwas Abstand Debütant Marcel Schäfer.

Hier geht's zum zweiten Teil - der Analyse von Mittelfeld und Sturm

Hier gibt es die Nationalmannschafts-Poster

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