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Löw übernahm nach der WM 2006 den Bundestrainer-Posten von Jürgen Klinsmann © imago

Der Bundestrainer bleibt dem DFB bis zur WM in Brasilien erhalten. Auch die sportliche Leitung und der Generlsekretär verlängern.

Von Martin Volkmar

München - Joachim Löw bleibt dem DFB bis zur nächsten Weltmeisterschaft erhalten.

Der Bundestrainer hat seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund bis zur WM 2014 in Brasilien verlängert.

Entsprechende Meldungen bestätigte der Verband am Dienstagmittag.

Auch Assistent Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Teammanager Oliver Bierhoff unterschreiben bis zum 31. Juli 2014.

Zudem wurde der Vertrag mit DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach bis zum 31. Oktober 2016 verlängert.

"Sehen gute Perspektiven"

"Ich freue mich, dass wir uns frühzeitig auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bis zur WM 2014 einigen konnten", sagte Löw, der "den erfolgreichen Weg mit der Nationalmannschaft im bisherigen Stil" weitergehen will:

"Wir glauben an die Qualität unserer Spieler und sehen für unser Team gute Perspektiven."

Auch Bierhoff bekräftigte, dass man die "erfolgreiche Arbeit" mit der "jungen, interessanten Mannschaft" fortsetzen wolle.

Ärger wie vor der WM vermeiden

Löw, der nach der WM 2006 Nachfolger von Jürgen Klinsmann wurde, wollte mit seinem überraschend frühen Schritt ähnlichen Ärger wie vor der WM in Südafrika vermeiden.

Damals hatte er sich mit dem Verband drei Monate vor den Titelkämpfen nach diversen Streitigkeiten über das Vertragswerk nicht einigen können.

Erst nach dem dritten Platz bei der WM in Südafrika kam es dann zu einer Einigung.

Nun ging es wesentlich schneller - ein Zeichen für das wiedergewonnene Vertrauensverhältnis.

[kaltura id="0_e7th8tln" class="full_size" title="Ballack im Abseits"]

Zwanziger erfreut

"Die harmonischen Vertragsgespräche haben noch einmal deutlich gezeigt, wie groß das gegenseitige Vertrauen ist", erklärte DFB-Präsident Theo Zwanziger:

"Dieser respektvolle, offene Umgang miteinander ist die beste Voraussetzung dafür, die gemeinsame erfolgreiche Arbeit der Vergangenheit auch in Zukunft fortzusetzen. Wir haben unser Haus bestellt."

Absage an Bayern

Damit ist wohl auch ein Wechsel von Löw zum deutschen Rekordmeister Bayern München vom Tisch, mit dem der Badener nach dem Aus für Louis van Gaal für die Zeit nach der EM 2012 in Verbindung gebracht worden war.

"Es gab kein Angebot vom FC Bayern, weil ich ja ohnehin noch bis 2012 beim DFB unter Vertrag stand", sagte Löw.

"Ich habe mir persönlich zu keinen Zeitpunkt Gedanken über einen Wechsel gemacht."

Auch eine Doppelfunktion als Nationaltrainer und Bayern-Coach ist für den 51-Jährigen unvorstellbar.

"Nein, das kommt für mich nie infrage. Es ist zwar möglich, dass etwa Guus Hiddink den FC Chelsea und Russlands Nationalmannschaft für eine gewisse Zeit trainierte", sagte Löw.

"Aber im eigenen Land geht das auf keinen Fall. DFB und Bayern, DFB und Dortmund oder DFB und Bremen ist nicht möglich, das würde mit den Interessen der Liga kollidieren. Ich würde mir auch nie vorwerfen lassen, eine gewisse Parteilichkeit zu haben für Spieler eines Vereins."

Erster Titel seit 1996 soll nun folgen

Stattdessen soll nun möglichst bald der erste Titel seit dem EM-Triumph 1996 folgen, nachdem Löws Mannschaft 2008 bei der EM Zweiter und 2010 bei der WM Dritter geworden war.

"Wir haben bei der EURO 2012 und der WM 2014 große Ziele vor Augen", sagte der DFB-Chefcoach: "Unsere Vision ist es, mit der Mannschaft Titel zu gewinnen."

Sein Boss glaubt jedenfalls fest daran.

"Wir sind der Überzeugung, dass Joachim Löw die Zukunft der Nationalmannschaft weiter positiv gestaltet und einen Titel gewinnt", meinte Zwanziger, der zudem die Arbeit seines Generalsekretärs lobte:

"Ich danke Wolfgang Niersbach für seine Bereitschaft, bis zum DFB-Bundestag 2016 zur Verfügung zu stehen. Er ist ein unverzichtbarer Partner und Freund für mich."

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