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Oliver Bierhoff ist seit 2004 Teammanager der Nationalelf © getty

Der DFB strebt eine Vertragsverlängerung mit Sportdirektor Matthias Sammer an. Laut Bierhoff sind alle Streitigkeiten vom Tisch.

Mainz - Die Bundesliga spielt verrückt, beim DFB plant man dagegen in aller Ruhe die Zukunft.

Nachdem der DFB in der vergangenen Woche die Verträge mit Bundestrainer Joachim Löw und dessen engsten Mitarbeitern vorzeitig bis 2014 und die Zusammenarbeit mit Generalsekretär Wolfgang Niersbach sogar bis 2016 verlängert hat, stehen die nächsten Verhandlungsrunden beim Verband an.

In den kommenden Wochen soll der Kontrakt mit Sportdirektor Matthias Sammer bis 2016 besiegelt werden.

"Wir stehen nicht unter Zeitdruck, schließlich hat Matthias Sammer noch einen Vertrag bis 2013", sagte Niersbach und bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Sport Bild".

"Beide Seiten sind grundsätzlich an einer Verlängerung interessiert. Wir werden uns in den kommenden Wochen zusammensetzen und über alle Dinge sprechen."

Bekenntnis zum DFB

Auch Sammer, der zu Jahresbeginn heftig vom HSV umworben worden war und zwischenzeitlich auch mal als neuer Coach von Bayern München im Gespräch gewesen war, bekräftigte seine Bereitschaft, langfristig für den DFB zu arbeiten.

"Zu Jahresbeginn habe ich eine Anfrage vom HSV gehabt, aber ich habe mich dann zum DFB bekannt. Und dieses Bekenntnis gilt auch für die Zukunft. Deshalb würde ich mich freuen, wenn wir unsere erfolgreiche Arbeit über 2013 fortsetzen", sagte der 43-Jährige vor dem EM-Qualifikationsspiel in Kaiserslautern gegen Kasachstan (Sa., ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER).

Bierhoff: "Verhältnis zu Sammer intakt"

Bei den Verantwortlichen der Nationalmannschaft würde man gerade in diesen hektischen Zeiten eine Vertragsverlängerung von Sammer begrüßen.

"Kontinuität ist immer sinnvoll, und Matthias Sammer hat seit seinem Amtsantritt viel auf den Weg gebracht", sagte Teammanager Oliver Bierhoff .

"Es wäre schön, wenn er diesen Weg weitergehen könnte. Wir sind zwar in der Vergangenheit öfter mal zusammengerasselt, das war zu Profizeiten aber auf dem Platz nicht anders und gehört zum Fußball dazu. Unser Verhältnis ist absolut intakt."

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"Faszienierende Aufgabe"

So sieht es auch Sammer, der 2006 gegen den Widerstand von Bierhoff und des damaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann, die den ehemaligen Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters für die neu geschaffene Position des Sportdirektors vorgeschlagen hatten, vom DFB verpflichtet worden war.

"Wir haben den Fußball in Deutschland auf einen guten Weg gebracht und vor allem in der Nachwuchsarbeit viele Verbesserungen erreicht", sagte Sammer.

"Aber es gibt immer noch eine Menge zu tun. Und es ist eine faszinierende Aufgabe, diesen Weg beim Verband weiterzugehen."

Der Europameister von 1996 hatte im vergangenen Jahr den internen Machtkampf gegen Löw verloren.

"Es geht immer um die Sache"

Der Bundestrainer hatte sich für die Weiterbeschäftigung von U21-Trainer Rainer Adrion ausgesprochen, obwohl dieser in der EM-Qualifikation mit dem Titelverteidiger gescheitert war.

"Das Verhältnis zur sportlichen Führung der Nationalmannschaft um Joachim Löw ist völlig intakt. Wir verfolgen zum Wohle des deutschen Fußballs und damit auch des Verbandes dasselbe Ziel und haben dieselbe Philosophie. Dass man in Detailfragen mal unterschiedlicher Meinung ist, ist völlig normal. Das gehört zu einer normalen Streitkultur. Uns geht es aber immer nur um die Sache", sagte Sammer.

Verhandlungen ohne Zeitdruck

Sammer und Löw ziehen am selben Strang - für DFB-Präsident Theo Zwanziger ein entscheidendes Kriterium, den früheren Dortmunder Coach langfristig an den Verband zu binden.

"Die Irritationen um die U21 sind längst ausgeräumt, Matthias Sammer und Joachim Löw haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander.

Deshalb soll sich Wolfgang Niersbach in den nächsten Wochen mit Matthias Sammer zusammensetzen und einen neuen Vertrag aushandeln. Das passiert aber alles ohne Zeitdruck", sagte der DFB-Boss.

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