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Mesut Özil gewann 2009 mit Werder Bremen den DFB-Pokal © getty

Ob Mourinho oder Löw: Alle loben Mesut Özil. Doch der Real-Star bleibt auf dem Boden und warnt vor DFB-Gegner Kasachstan.

Mainz - Für Bundestrainer Joachim Löw ist Mesut Özil längst ein Weltklassespieler, das "Wunderwerk" von Real Madrid kann als aktuell bester deutscher Fußballer auf dem Platz einfach alles - außer Spanisch. (VIDEO: Der unersetzliche Özil)

"Ich arbeite bei Real noch viel mit Zeichensprache. Aber das klappt gut. Es ist für mich noch schwierig, spanisch zu sprechen", sagte der 22-Jährige am Mittwoch auf der DFB-Pressekonferenz vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Kasasachstan (Sa., ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER).

"Aber ich arbeite daran, und es wird zunehmend besser. Verstehen kann ich schon sehr viel", erklärte Özil, der vor der Saison für 17 Millionen Euro von Werder Bremen nach Madrid gewechselt war.

Madrids Trainer Jose Mourinho hatte im vergangenen Sommer die mangelnden Fremdsprachenkenntnisse von Özil moniert.

Mittlerweile hat der exzentrische Starcoach aber nichts mehr an "Nemo", wie sein Spitzname auf der iberischen Halbinsel lautet, auszusetzen.

"Es ist mehr als ein Vergnügen, mit Mesut Özil zusammenzuarbeiten. Er hat eine fantastische Einstellung und ist immer bereit, Neues zu lernen", sagte der Portugiese.

Özil ganz entspannt

Am Mittwoch zeigt sich Özil sehr entspannt.

Sein genialer Auftritt beim 3:0 im Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon und sein Treffer zum 2:1-Erfolg von Real Madrid beim Stadtrivalen Atletico versetzte auch Bundestrainer Joachim Löw in Verzückung.

"Mesut Özil ist derzeit Weltklasse. Er hat eine hervorragende WM gespielt und sich auch bei Real Madrid durchgesetzt. Von Kaka redet fast keiner mehr, jetzt sprechen alle über Özil", sagte Löw.

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"Der Wechsel war sehr erfrischend"

Auch DFB-Teammanager Oliver Bierhoff ist von der Entwicklung Özils in dessen erstem Auslandsjahr begeistert.

Als einen der Hauptgründe für den Leistungssprung des gebürtigen Gelsenkircheners führte Bierhoff den Wechsel zu den "Königlichen" an.

Im Gegensatz zu den derzeit schwächelnden Bayern-Profis habe Özil im Ausland neue Motivation gefunden.

"Die vielen neuen Eindrücke in Madrid waren für Mesut und auch für Sami Khedira sicher sehr stimulierend. Da vergisst man auch mal schnell die großen Strapazen einer WM. Zudem entfällt die tägliche Beobachtung aus Deutschland. Der Wechsel war für Mesut sehr erfrischend", sagte Bierhoff.

Der ehemalige Italien-Legionär Bierhoff ermutigt die Nationalspieler stets, den Schritt ins Ausland zu wagen.

Özil: "Soviele Titel wie möglich"

In Madrid feilt Özil also weiter an seinem guten Ruf. Und trotz der noch nicht hundertprozentigen Sprachkenntnisse fühlt sich Özil in Madrid auch gut integriert und vor allem sportlich pudelwohl.

"Ich will mich in Madrid jeden Tag weiterentwickeln. Und mein Ziel sind natürlich so viele Titel wie möglich. Sowohl mit Madrid, als auch mit der Nationalmannschaft", sagte Özil, dessen Abgang im Sommer verheerende Folgen für Werder Bremen in der Bundesliga hatte.

Doch das kümmert Özil nur noch am Rande. Sein Blick richtet sich in die Zukunft.

Özil warnt vor Kasachstan

Deshalb hat er in seinem Real-Vertrag auch eine Sonderprämie von einer Millionen Euro ausgehandelt, falls er zum Weltfußballer gewählt wird.

Die Klubführung war von Özils Zielstrebigkeit und Erfolgswillen offenbar so beeindruckt, dass man ihm diesen Wunsch nicht abschlagen konnte.

"Natürlich ist es mein Ziel, einer der besten Spieler der Welt zu sein, dafür tue ich alles, arbeite viel und bin auf einem guten Weg", erklärte Özil.

Doch zunächst mal steht die Pflichtaufgabe gegen Kasachstan an. Özil warnte davor, den Gegner zu unterschätzen.

"Das Spiel am Samstag ist sehr wichtig für uns, wir wollen unbedingt die drei Punkte und werden dafür alles geben", erklärte der offensive Mittelfeldspieler: "Kasachstan hat nichts zu verlieren und so werden sie auch auftreten."

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