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Bastian Schweinsteiger (M.) überholte mit sei- nem 87. Länderspiel Kahn und Brehme © getty

Nach dem 4:0 über Kasachstan spricht Bastian Schweinsteiger über die Pfiffe der Fans, die Lage in der EM-Quali und Jupp Heynckes.

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Kaiserslautern - Beim 4:0 (3:0) in der EM-Qualifikation gegen Kasachstan legte die deutsche Nationalmannschaft einen guten Start hin.

Schon nach drei Minuten stand es durch ein Tor von Miroslav Klose 1:0.

Vorbereitet wurde der Treffer durch einen Freistoß von Bastian Schweinsteiger.

Der Münchner hatte in der ersten Halbzeit noch ein paar gute Szenen, leistete sich aber im weiteren Spielverlauf einige Fehlpässe.

Pfiffe bei der Auswechslung

Schließlich musste er sich bei seiner Auswechslung in der 78.Minute sogar Pfiffe gefallen lassen.

"Im Endeffekt gewinnen wir 4:0 und sind Tabellenerster mit acht Punkten Vorsprung. Es ist nicht schön, wenn man dann ausgepfiffen wird", sagte Schweinsteiger nach dem Spiel.

Dass die Fans teilweise recht ungeduldig seien, habe "natürlich auch mit unseren Erfolgen in der letzten Zeit zu tun. Die Erwartungen sind immer sehr hoch", erklärte der Bayern-Profi.

Im Interview spricht Bastian Schweinsteiger über die Pfiffe der Fans, die Lage in der Gruppe A und kommentiert die Rückkehr von Trainer Jupp Heynckes zum FC Bayern.

Frage: Herr Schweinsteiger, wie bewerten Sie das 4:0 gegen Kasachstan?

Bastian Schweinsteiger: Wir haben jetzt alle Spiele gewonnen und acht Punkte Vorsprung auf Platz zwei. Das ist eine sehr gute Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben in der EM-Qualifikation.

[kaltura id="0_e34lsbdz" class="full_size" title=" Haben uns nach der Pause schwer getan "]

Frage: Warum haben Sie sich in der zweiten Halbzeit gegen die Kasachen so schwer getan?

Schweinsteiger: Wir haben ein frühes 1:0 gemacht und zur Pause 3:0 geführt. Aber ich glaube, dass es schwierig ist, gegen eine Mannschaft, die mit zehn oder elf Spielern vor dem eigenen Tor steht, schnell zu spielen und einfach durchzukommen. Das war phasenweise so ähnlich wie ein Heimspiel mit Bayern München. Aber gut, wir konnten etwas ausprobieren, dass muss einem auch mal gewährt sein.

Frage: Wie beurteilen Sie Ihre eigene Leistung? Ausgewechselt werden Sie ja nicht gerade oft...

Schweinsteiger: Man versucht, die Pässe durch die gegnerischen Reihen zu spielen. Dass nicht jeder Pass durchkommt, ist klar. Die anderen Spieler können beim Stand von 3:0 natürlich eher zum Einsatz kommen, als wenn es 0:0 steht.

Frage: Was sagen Sie zu den Pfiffen in der zweiten Halbzeit und bei Ihrer Auswechslung?

Schweinsteiger: Ich verstehe die Zuschauer nicht ganz. Im Endeffekt gewinnen wir 4:0 und sind Tabellenerster mit acht Punkten Vorsprung. Es ist nicht schön, wenn man dann ausgepfiffen wird. Das hat natürlich auch mit unseren Erfolgen in der letzten Zeit zu tun. Die Erwartungen sind immer sehr hoch.

Frage: Wie begegnen Sie der möglichen Kritik, die wegen der schwachen zweiten Hälfte aufkommen könnte?

Schweinsteiger: Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Es ist alles schön und gut, was wahrscheinlich jetzt geschrieben wird. Aber nur Hacke, Spitze spielen, das wollen wir nicht. Wir müssen unsere Punkte einfahren. Aber was zählt ist, dass wir Erster sind. Wir wollen uns für die EM qualifizieren und da, wie in der Vergangenheit, Top-Leistung bringen.

Frage: Was halten Sie von der Rückkehr von Jupp Heynckes zum FC Bayern?

Schweinsteiger: Ich denke, das ist eine gute Entscheidung. Das bringt Ruhe in den Verein. Er kennt uns ganz gut, hat uns vor zwei Jahren auch geholfen, die Champions League zu erreichen, auch wenn unsere Mannschaft jetzt ein bisschen anders aussieht.

Frage: Was erwarten Sie von ihm?

Schweinsteiger: Er hat unheimlich viel Erfahrung und hat schon viele große Vereine trainiert. Und was er mit Leverkusen geleistet hat, ist sehr positiv zu sehen. Ich glaube auch, dass er sehr gut mit den Spielern umgehen kann, mit ihnen reden.

Frage: Sie treffen in ein paar Wochen in München auf Leverkusen. Eine pikante Konstellation, nicht wahr?

Schweinsteiger: Wenn wir gegen Leverkusen spielen, müssen wir trotzdem schauen, dass wir unsere Spiele gewinnen. Da können wir keine Rücksicht nehmen, vielleicht nimmt er ein bisschen Rücksicht (lacht). Dass er Leverkusen in die Champions League führen will, ist normal. Da wollen wir auch hin.

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