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Lewis Holtby (r.) schoss gegen die Niederlande sein drittes Tor für die U21-Nationalelf © getty

Nach dem Sieg in den Niederlanden erwartet der DFB-Coach einen weiteren Erfolg gegen Italien. Lasogga ist auch bei der U 21 stark.

Sittard - Als die "neue" U-21-Nationalmannschaft noch ihren starken Auftritt beim Erzrivalen feierte, blickte DFB-Trainer Rainer Adrion schon auf den nächsten Härtetest.

"Natürlich dürfen wir uns freuen, schließlich haben wir das erste Ziel erreicht", sagte der Coach nach dem überzeugenden 3:1 beim Nachbarn Niederlande am Freitag.

"Aber gegen Italien müssen wir jetzt eine ähnliche Leistung abrufen. Nur dann war der Lehrgang gelungen."

Lange ausruhen kann der DFB-Nachwuchs in der Tat nicht.

Schon am Dienstag (ab 17.55 Uhr live im TV auf SPORT1) geht es in Kassel gegen den Rekord-Europameister, Ziel ist das siebte Spiele in Folge ohne Niederlage.

Mit Leidenschaft und Temperament

"Ich bin überzeugt, dass wir auch diese Partie gewinnen können. In dieser Mannschaft steckt viel Qualität", sagte Adrion, der nach der verpassten EM-Qualifikation ein funktionierendes Gefüge aus erfahrenen Führungsspielern und hungrigen Talenten aufgebaut hat.

Bestes Beispiel für den neuen Aufschwung ist Pierre-Michel Lasogga, der in Sittard bei seinem Debüt gleich zum 1:0 traf.

Leidenschaft, Temperament und Ehrgeiz zeichnen den 19-Jährigen aus, der bei Zweitliga-Spitzenreiter Hertha BSC Berlin bereits Stammspieler ist und nun auch bei der deutschen U 21 für Aufsehen sorgt:

"Ein Tor gemacht, gewonnen - besser kann ein Debüt nicht verlaufen", sagte der Vollblut-Stürmer.

[kaltura id="0_4e8sofi7" class="full_size" title="Deutschland beeindruckt gegen Niederlande"]

Jung, unverbraucht, erfolgshungrig

Jung, unverbraucht, erfolgshungrig: Lasogga passt perfekt in das Profil der Mannschaft.

"Die Debütanten haben sich richtig gut eingefügt", sagte Adrion, der insgesamt vier Neulinge brachte.

"Das war eine super Geschichte", fand auch Lasogga, der in der 27. Minute eine Flanke von Boris Vukcevic mühelos zum 1:0 verwertete.

"Der Ball kam maßgenau, ich brauchte nur noch den Kopf hinhalten", sagte der Angreifer, den in Berlin alle nur "Lasso" nennen.

Auch Rudy und Holtby treffen

Sebastian Rudy (46.) und Kapitän Lewis Holtby (65.) schraubten das Ergebnis nach dem Ausgleich (45.) in die Höhe.

Mit seinem Premieren-Treffer knüpfte Shootingstar Lasogga nahtlos an die starken Leistungen bei der Hertha an.

Neun Tore hat der Stiefsohn von Europameister Oliver Reck für den Zweitliga-Spitzenreiter bereits geschossen und Routinier Rob Friend aus der Startelf verdrängt.

Erst zu Saisonbeginn war das Sturmtalent an die Spree gewechselt, zuvor lief er für die Nachwuchsteams der Revierklubs Schalke 04, Rot-Weiss Essen und Wattenscheid 09 auf.

"Wir aus dem Ruhrpott arbeiten immer hart an uns"

"Wir aus dem Ruhrpott sind dafür bekannt, dass wir immer hart an uns arbeiten", sagt Lasogga, der sich dennoch als eher ruhigen Typ sieht.

Das ändert sich freilich auf dem Platz:

"Da werde ich zu einer anderen Persönlichkeit. Dann gebe ich alles für mein Team und bin im positiven Sinne verrückt."

Die nächste Gelegenheit für verrückte Ideen bietet sich Lasogga schon am Dienstag.

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