Die DFB-Elf wird an den WM-Auftritten gemessen. Das ist nicht immer gerecht - auch wenn Fans für ihr Geld mehr verlangen dürfen.

1:0 nach drei Minuten, 3:0 zur Pause, feine Pässe von Özil, ein Tor von Lokalmatador Klose, zwei des bis dahin überragenden Müller - es schien ein perfekter Fußballabend auf dem Betzenberg zu werden.

Am Ende war das 4:0 gegen Kasachstan aber doch nur ein Erfolg der Marke "absoluter Pflichtsieg".

Die dürftige Leistung in der zweiten Halbzeit quittierte das Publikum mit Unmut und Pfiffen.

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Verständlich einerseits. Schließlich bekommt man die Eintrittskarten für die Nationalmannschaft nicht umsonst.

Da will man auch etwas sehen für sein Geld.

Dass Mario Gomez als Klose-Kontrahent im Kampf um den Platz in der Sturmspitze ausgepfiffen wird, gehört noch zur Fußballfolklore.

Aber die Pfiffe gegen Bastian Schweinsteiger waren absolut überflüssig.

Der Münchner hat mit seinen herausragenden Leistungen bei der WM im vergangenen Jahr die Messlatte sehr hoch gelegt - und bekam dies im Fritz-Walter-Stadion nach einer eher schwachen Leistung deutlich zu spüren.

Doch Schweinsteiger ist kein Roboter, die deutsche Mannschaft keine Maschine. Schwächere Vorstellungen, und das gegen Kasachstan sogar nur über eine Halbzeit, können vorkommen und sollten jedem zugestanden werden.

Zumal die nackten Zahlen eine klare Sprache sprechen: fünf Siege, 15 Punkte, acht Zähler Vorsprung auf Platz zwei.

Das DFB-Team spielt eine absolut souveräne EM-Qualifikation und ist im Prinzip schon für die Endrunde qualifiziert.

Das sollte man auch bedenken, bevor man die Nationalmannschaft bei einem 4:0-Sieg mit Pfiffen eindeckt.

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