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Mats Hummels (r.) kommt gegen Australien zu seinem vierten Länderspiel © getty

Auf neun Positionen ändert Löw die deutsche Elf zum Spiel gegen Australien. Flick hat Respekt vor dem Gegner. Der will "mitspielen".

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Mönchengladbach - Mit Bastian Schweinsteiger als Kapitän, aber gegenüber dem 4:0 gegen Kasachstan auf neun Positionen verändert geht die deutsche Nationalmannschaft in das Testspiel gegen Australien (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Die Partie gegen den vom deutschen Trainer Holger Osieck trainierten Vize-Asienmeister ist besonders für drei Dortmunder eine Chance, ihr Können zu zeigen.

Mats Hummels, Marcel Schmelzer und Mario Götze haben in der Bundesliga mit konstant guten Leistungen großen Anteil daran, dass der BVB mit sieben Punkten Vorsprung auf Platz eins steht.

In der Nationalmannschaft waren sie bisher aber kaum zum Einsatz gekommen.

Osieck glaubt an sein Team

Ob sie gegen die "Socceroos" glänzen können bleibt abzuwarten, denn die DFB-Elf hat in der zu erwartenden Formation noch nie gespielt - und wird es wahrscheinlich auch nie wieder tun.

Zudem sind die Australier ein undankbarer und unangenehmer Gegner.

"Wir sind auch kein schlechtes Team, es wird auch für Deutschland eine Herausforderung", meinte Osieck, der Deutschland 1990 als Co-Trainer mit Teamchef Franz Beckenbauer zum WM-Titel führte.

"Dafür werde ich nicht bezahlt"

"Auf dem Papier ist es vielleicht nur ein Freundschaftsspiel, aber wir wollen unser Land gut präsentieren", identifiziert sich Osieck, der als 2003 als Trainer der kanadischen Nationalmannschaft ein Testspiel gegen Deutschland 1:4 verlor.

Das Geburtsland muss hinter dieser Identifikattion zurückstehen. "Wenn ich in einem Job bin, gibt es so etwas für mich nicht. Dafür werde ich nicht bezahlt", sagte Osieck zu SPORT1.

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Flick hat Respekt

Auf die Frage, welche Qualitäten seine Mannschaft gegen Deutschland zur Geltung bringen wolle, erklärte er: "Wir sind nicht nur Kämpfer und Terrier und verteidigen, sondern wir versuchen Fußball zu spielen, den Ball laufen zu lassen und uns Chancen zu erspielen."

DFB-Co-Trainer Hansi Flick äußerte sich am Montag sehr respektvoll über Osiecks Mannschaft.

"Wir freuen uns, dass wir einen ganz starken Gegner haben", sagte Flick über den 21. der Weltrangliste: "Australien ist für uns der starke Gegner, den wir uns gewünscht haben."

SPORT1 fasst die Fakten zum Spiel zusammen:

[kaltura id="0_afufi6tg" class="full_size" title="Mit B Elf gegen die Socceroos "]

Direkter Vergleich:

Drei Spiele, drei deutsche Siege: Bei der WM 1974 gewann der spätere Weltmeister 3:0. Beim Confederations Cup 2005 hieß es am Ende 4:3. Am 13. Juni 2010 gewann die DFB-Elf zum WM-Auftakt in Südafrika 4:0. Lukas Podolski, Miroslav Klose, Thomas Müller und Cacau trafen in Durban.

Spieler im Fokus:

Klose, Friedrich und die Dortmunder

Miroslav Klose, der allerdings wohl nicht in der Startelf stehen wird, könnte gegen Australien sein 108.Länderspiel absolvieren und in der ewigen Bestenliste auf Platz zwei zu Jürgen Klinsmann aufrücken. Mit 61 Toren fehlen ihm noch sieben zum Rekord von Gerd Müller.

Marcel Schmelzer wird sein zweites Länderspiel bestreiten. Der Dortmunder will mit einer guten Leistung auf der linken Abwehrseite auf sich aufmerksam machen und zeigen, dass er eine dauerhafte Lösung für die "Problemposition" werden könnte.

Hummels will an seine Top-Leistungen beim Tabellenführer der Bundesliga anknüpfen, genauso wie Götze. Ihr Teamkollege Sven Bender könnte sein Debüt im A-Team feiern.

Arne Friedrich feiert nach achtmonatiger Pause sein Comeback und wird sein 80. Länderspiel absolvieren.

Das sagen die Trainer:

Joachim Löw: "Das ist eine Möglichkeit für die jungen Spieler, sich 90 Minuten zu zeigen - die möchte ich nutzen. Natürlich wollen wir auch gewinnen."

Holger Osieck: "Wir versuchen, unseren Stil zu bewahren. Wir wollen wirklich Fußball spielen und nicht nur verteidigen."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: Wiese - Träsch, Hummels, Friedrich, Schmelzer - Schweinsteiger, Kroos, Götze, Müller, Schürrle - Gomez

Australien: Schwarzer - Wilkshire, Neill, Ognenovski, Carney - Jedinak, Valeri - Rukavytsya, McKay - Kruse, Kewell

Schiedsrichter: Stephane Lannoy (Frankreich)

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