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Reinhard Rauball ist seit 2007 Vorsitzender der DFL © getty

DFL-Boss Reinhard Rauball will nach die Kritik von Joachim Löw an der Liga vermitteln. Klare Worte kommen von Rudi Völler.

München - Ein klärendes Telefonat soll eine Eskalation der Debatte über die Qualität der Bundesliga verhindern.

Nach der Kritik von Bundestrainer Joachim Löw an der Spielstärke der Klubs und dem Konter der Deutschen Fußball Liga will DFL-Boss Reinhard Rauball nun zum Hörer greifen und deutliche Worte sprechen.

"Ich werde Löw anrufen", sagte Rauball der "Bild"-Zeitung: "Seine Kritik an der Bundesliga ist zu kurz gesprungen."

Die Liga habe Italien in der UEFA-Fünfjahreswertung überholt, und "auch Spanien können wir vom zweiten Platz verdrängen", sagte Rauball.

Kein Klärungsbedarf für Löw

Die Premier League sei der Bundesliga zwar noch etwas voraus, allerdings "auch dank Klubs, denen Millionenverluste unwichtig sind".

Für den Bundestrainer aber gibt es nichts zu klären. "Es gibt aus meiner Sicht keine Differenzen", sagte Löw.

"Die sportliche Entwicklung der Liga ist positiv", so der Bundestrainer. "Es ist aber auch eine unstrittige Tatsache, dass uns England und Spanien international noch einen Tick voraus sind."

Völler: "Jogi liegt falsch"

Dies belege auch der Blick auf die aktuelle Champions-League-Saison.

Die Debatte weitet sich jedenfalls aus - nun schalten sich die Vereinsvertreter ein. "Jogi liegt falsch", sagte Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler.

Er fügte hinzu: "Es wird viel besserer Fußball gespielt als noch vor Jahren. Wir haben Italien überholt. Und der spanische und deutsche Fußball ist viel attraktiver und besser anzuschauen als der englische."

Löw-Kritik für Magath nicht nachvollziehbar

Auch Felix Magath, Trainer des VfL Wolfsburg, kann Löws erste Kritik nicht wirklich nachvollziehen.

"Die Qualität des deutschen Fußballs ist international spitze", sagte Magath.

"Bei der Verpflichtung von Weltstars hängt die Bundesliga vielleicht noch hinterher. Sportlich nicht."

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