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Bundestrainer und Ratgeber: Joachim Löw (r.) mit Lukas Podolski © getty

Der Bundestrainer rät dem Nationalspieler von einem Wechsel ins Ausland ab. Für den Stürmer zähle jetzt nur Spielpraxis.

München - Bundestrainer Joachim Löw hält nichts von einem Wechsel Lukas Podolskis ins Ausland.

"Sollte er die Bayern verlassen, wäre der nächste logische Schritt für Lukas, zu einem ambitionierten Verein in Deutschland zu wechseln, bei dem er regelmäßig spielt", sagte Löw der "Sport Bild".

Nach Meinung des Bundestrainers müsse Podolski, der bei Bayern München überwiegend ein Reservistendasein fristet und deshalb den deutschen Rekordmeister möglichst schon im Winter verlassen möchte, wieder regelmäßig spielen.

Deshalb sei ein Wechsel zu einem europäischen Spitzenklub wenig sinnvoll.

"Im Ausland würde es genau so schwierig"

"Lukas ist jung. Im Ausland würde es genauso schwierig für ihn werden, weil die Top-Vereine ebenfalls auf Rotation setzen", sagte Löw.

Der 23 Jahre alte Stürmer braucht nach Ansicht des Bundestrainers "zwei, drei Spielzeiten in Folge, in denen er möglichst oft zum Einsatz kommt". Dies sei für seine Entwicklung enorm wichtig.

Die Zeit drängt

Der in der Nationalmannschaft derzeit noch gesetzte Podolski, um dessen Rückkehr sich vor allem sein ehemaliger Klub 1. FC Köln bemüht, könne auf Dauer die fehlende Spielpraxis nicht kompensieren.

"Noch zwei, drei Jahre am Stück würde das nicht funktionieren", erklärte Löw, der aber auch betonte, dass Podolski es zu akzeptieren habe, wenn die Bayern ihm keine Freigabe im Winter erteilen würden.

DFB nach der Saison nach Asien

Unterdessen hat der DFB zudem einen Asien-Trip fixiert.

Im Rahmen ihrer zehntätigen Reise wird Löws Mannschaft zunächst am 29. Mai gegen China antreten, anschließend steht am 2. Juni ein Match gegen die Vereinigten Arabischen Emirate auf dem Programm.

Das zweite Länderspiel gegen China nach der Premiere am 12. Oktober 2005 in Hamburg wird voraussichtlich in Shanghai stattfinden. Der dritte Vergleich mit den VAE soll in Dubai ausgetragen werden, wo zu dieser Jahrszeit Temperaturen von bis zu 40 Grad an der Tagesordnung sind.

Zahlreiche Tests

Mit Blick auf die WM-Endrunde 2010 in Südafrika möchte Löw bei dieser Reise, die voraussichtlich vom 25. Mai bis 3. Juni dauert, möglichst viele Kandidaten testen.

Nationalspieler, die mit ihrem Klub am 30. Mai im DFB-Pokalfinale stehen oder an den beiden Bundesliga-Relegationsspielen teilnehmen, sollen allerdings nicht für den Asien-Trip berücksichtigt werden.

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