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Mesut Özil hat bereits 54 Bundesligaspiele absolviert © getty

Die deutsche U 21 bekommt es bei der EM mit Spanien, England und Finnland zu tun. Sammer fordert trotzdem den Titel.

Göteborg - Die deutschen U-21-Fußballer haben für die EM-Endrunde in Schweden (15. bis 29. Juni 2009) eine Hammergruppe erwischt.

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) trifft in Gruppe B auf Top-Favorit Spanien, die seit mehr als drei Jahren ungeschlagenen Engländer und Finnland.

Die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe erreichen das Halbfinale.

So weit kam Deutschland nur einmal, und zwar 1982, als das Team um die späteren Weltmeister Rudi Völler und Pierre Littbarski im Finale an England scheiterte.

Bange machen gilt nicht

"Das ist schon eine sehr ordentliche Gruppe", sagte DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, "aber der Titel ist und bleibt ganz klar das Ziel. Wer Europameister werden will, muss jeden schlagen."

Zudem warnte Sammer vor zu großem Respekt: "Gerade Spanien ist traditionell sehr stark. Aber die anderen Nationen sollten mehr Respekt vor uns haben als wir vor ihnen."

Zwei echte Klassiker

Hans-Dieter Flick, Assistent von Bundestrainer Joachim Löw, hatte die Auslosung vor Ort verfolgt, konnte dem Los ebenfalls etwas Gutes abgewinnen.

"Es war zu erwarten, dass wir eine starke Gruppe bekommen, jetzt haben wir zwei echte Klassiker gegen Spanien und England", sagte Flick.

"Wenn man im Eröffnungsspiel gegen Spanien antritt, geht es gleich von null auf hundert, da gibt es dann kein Abwarten mehr. Aber es kann auch ein Vorteil sein, schon so früh im Turnier auf so starke Mannschaften zu treffen", sagte er weiter.

2007 verpassten die deutschen Junioren die Qualifikation für die Endrunde, 2006 und 2004 scheiterten sie in der Vorrunde, die beiden Male davor waren sie ebenfalls nicht qualifiziert.

"Nicht bevorzugte Variante"

Wer das deutsche Team in Schweden trainieren wird, ist noch offen. Es ist durchaus möglich, dass U-20-Trainer Horst Hrubesch bis nach dem Turnier als Interimscoach fungieren wird.

Dies ist laut DFB-Sportdirektor Matthias Sammer aber "nicht die bevorzugte Variante". Favorit auf die Nachfolge des entlassenen Dieter Eilts ist als interne Lösung U-19-Coach Heiko Herrlich.

Zudem scheint auch eine externe Lösung möglich. Eine Entscheidung, so bestätigte Sammer erneut, solle noch im Dezember fallen.

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