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Verteidiger Arne Friedrich spielt seit 2002 für die Nationalmannschaft © getty

Arne Friedrich spricht im SPORT1-Interview über den Test gegen Uruguay, seine Offensiv-Vorstöße und das Spiel in Österreich.

Vom DFB-Team berichtetThorsten Mesch

Sinsheim/Frankfurt ? Der Test gegen Uruguay (Nachbericht und 411484Bilder) ist gelungen, nun soll der nächste wichtige Schritt gemacht werden.

Mit einem Sieg im EM-Qualifikationsspiel in Österreich (Fr., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) wäre der deutschen Mannschaft die Teilnahme an der Europameisterschaft im kommenden Jahr in Polen und der Ukraine kaum noch zu nehmen.

"Es wird auf keinen Fall ein einfaches Spiel", sagt Arne Friedrich, der 2008 beim EM-Gruppenspiel in Wien dabei war und mit der DFB-Auswahl Vize-Europameister wurde.

"Aber ich bin mir sicher, dass wir es schaffen, wenn wir konzentriert an die Sache herangehen", sagt der Abwehrspieler vom VfL Wolfsburg, der am Tag des Uruguay-Spiel seinen 32. Geburtstag feierte.

Das Sahnehäubchen fehlt

"Es gab leider nur einen trockenen Kuchen", meinte Torwart Manuel Neuer nach dem Spiel lächelnd. "Wenn der nächste Geburtstag an einem freien Tag ist, können wir vielleicht mal eine Sahnetorte auspacken."

Das Sahnehäubchen wäre für Friedrich an seinem Ehrentag ein Tor gewesen. Der Innenverteidiger mühte sich nach Kräften, scheiterte aber knapp (411485DIASHOW: Deutschland - Uruguay: Die Einzelkritik).

So steht für ihn nach 81 Länderspielen weiter ein Treffer zu Buche - den erzielte Friedrich beim 4:0 im WM-Viertelfinale 2010 gegen Argentinien.

Im SPORT1-Interview spricht Arne Friedrich über den Test gegen Uruguay, seine Offensiv-Vorstöße und das Spiel am Freitag in Österreich.

SPORT1: Herr Friedrich, hatten Sie sich an Ihrem Geburtstag gegen Uruguay Ihr zweites Länderspieltor vorgenommen?

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Arne Friedrich: Ich habe alles versucht (lacht), aber es hat leider nicht geklappt. Bei der ersten Chance hat Philipp Lahm den Ball gut reingespielt und ich kam einen Schritt zu spät. Bei der zweiten Chance war ich schon im Abseits.

SPORT1: Wie wichtig war es, dass die Mannschaft in einem Testspiel nach zuletzt vier Versuchen ohne Sieg wieder gut gespielt und auch noch gewonnen hat?

Friedrich: Wir hatten uns einen Sieg vorgenommen, was aber nicht ganz einfach war. Wir hatten einige Spieler dabei, die zwei Wochen kein volles Training mehr absolviert hatten und schon bisschen an Rhythmus verloren haben. Uns war wichtig, dass die Zuschauer ein schönes Spiel sehen und dass wir gewinnen.

[kaltura id="0_5i5qyq7l" class="full_size" title="DFB Elf besiegt Fluch "]

SPORT1: Gegen Uruguays starke Offensive war es nicht leicht. Wie sehr haben Forlan, Suarez und Cavani Sie in Verlegenheit gebracht?

Friedrich: Wir wussten schon von der WM, dass Uruguay eine sehr starke Offensive hat. Sie sind Weltranglisten-Siebter, das kommt nicht von ungefähr. Ich denke, von daher haben wir es gut gemacht.

SPORT1: Was muss mit Blick auf die beiden anstehenden EM-Qualifikationsspielen besser gemacht werden?

Friedrich: Wir können schon noch einiges verbessern. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir lange kein Länderspiel hatten und zuletzt zwei Wochen Pause hatten. Natürlich wollen wir gegen Österreich noch eine Schippe drauflegen und da auch gewinnen.

SPORT1: Sie mussten mit Wolfsburg bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfen. Wie schwer war es, nach der Kraft und Nerven raubenden Saison wieder in den Tritt zu kommen?

Friedrich: Es war auch für mich persönlich eine ziemlich stressige Saison, in der es bis zum Schluss um alles ging. Ich konnte ganz gut abschalten. In der Nationalmannschaft ist der Druck anders als im Abstiegskampf. Es hat einfach Spaß gemacht.

SPORT1: Bei der EM 2008 hatte das Gruppenspiel in Wien gegen Österreich Finalcharakter. Die Atmosphäre beim 1:0-Sieg durch ein Freistoß-Tor von Michael Ballack war sehr hitzig. Freuen Sie sich auf das Wiedersehen und was erwarten Sie?

Friedrich: Es wird auf keinen Fall ein einfaches Spiel. Die Österreicher haben schon Qualität, gerade in Heimspielen. Wir stellen uns darauf ein, dass es ein sehr enges Spiel wird und wir für den Erfolg hart arbeiten müssen. Aber ich bin mir sicher, dass wir es schaffen, wenn wir konzentriert an die Sache herangehen.

SPORT1: Wo sehen Sie beide Mannschaften im Vergleich zu 2008?

Friedrich: Wir haben Österreich noch nicht analysiert, aber ich kann schon sagen, dass wir Fortschritte gemacht haben. Wir haben seit damals einen guten Schritt gemacht und sind Favorit.

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