vergrößernverkleinern
Mittelfeld-Akteur Sami Khedira spielt seit 2009 für die A-Mannschaft des DFB © getty

Der Real-Profi könnte in Österreich ins DFB-Team zurückkehren. Eine Nachnominierung für die Offensive gibt es nur im Worst Case.

Vom DFB-Team berichtetThorsten Mesch

Frankfurt/Main ? Hansi Flick hatte Gutes zu berichten und verkündete es mit einem Lächeln.

Er habe am Montag bei einem Spiel gegen DFB-Mitarbeiter ein Tor erzielt.

"Das ist ja in meiner Zeit als Aktiver nicht so häufig vorgekommen", sagte der Assistenz-Coach von Bundestrainer Joachim Löw am Dienstag in der DFB-Zentrale.

Dass Flick wegen seiner neu entdeckten Vollstrecker-Qualitäten in den beiden EM-Qualifikationsspielen in Österreich (3. Juni) und Aserbaidschan (7. Juni) als Ersatz für den verletzt abgereisten Miroslav Klose stürmen wird, ist jedoch nicht anzunehmen.

U-21-Spieler "stehen im Saft"

Man werde Kloses Fehlen und auch den Ausfall des Gladbachers Marco Reus intern auffangen und die Position in der Sturmmitte im Bedarfsfall mit einem der bereits im Kader stehenden Spieler besetzten, erklärte Flick.

Schließlich könnten "auch Lukas Podolski, Andre Schürrle oder Thomas Müller im Zentrum spielen."

Wenn nach Klose ein weiterer Offensivspieler ausfallen sollte, werde ein Spieler aus dem Kreis der U-21-Nationalmannschaft nachnominiert. "Diese Spieler stehen alle im Saft, deshalb würde das Sinn machen", sagte Flick.

DFB-Team nicht unterbesetzt

Aus der U21, die am Dienstag (ab 18.15 Uhr LIVE im TV bei SPORT1) in Portugal antritt, wäre wohl der Mainzer Lewis Holtby der erste Nachrücker.

[image id="73a460c4-6477-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Aus dem Angriff des Teams von Trainer Rainer Adrion kämen der Berliner Pierre-Michael Lasogga, Hoffenheims Peniel Mlapa und Richard Sukuta-Pasu vom FC St. Pauli in Frage.

"Wir sind immer froh, wenn Alternativen zur Verfügung stehen. Für uns ist wichtig, dass wir alle Positionen möglichst doppelt besetzt haben", sagte Flick und ergänzte: "Ich glaube nicht, dass wir unterbesetzt sind."

"Alles läuft nach Plan"

Das trifft auch für das defensive Mittelfeld, in das schon in Österreich Sami Khedira zurückkehren könnte.

Der Profi von Real Madrid hatte am Sonntag gegen Uruguay noch gefehlt, weil er nach seinem Muskelbündelriss aus dem spanischen Pokalfinale noch nicht hundertprozentig fit war. Rechtzeitig zum Spiel in Wien scheint der ehemalige Stuttgarter wieder in Tritt zu kommen.

[kaltura id="0_5i5qyq7l" class="full_size" title="DFB Elf besiegt Fluch "]

"Wir sind ganz guter Dinge. Alles läuft soweit nach Plan", verkündete Flick, der aber auch betonte, dass man "überhaupt kein Risiko eingehen" werde.

Khedira sei aber für das deutsche Team so wichtig, "dass er sofort spielen wird, wenn er fit ist", meinte Flick.

Bis zum Spiel habe stehen noch drei Trainingseinheiten (inklusive der am Dienstagnachmittag) auf dem Programm. Danach wird man mehr wissen.

Reus hat es "wehgetan"

Während Khedira vor seinem 20. Länderspiel steht, wird Marco Reus sich noch etwas bis zu seinem Debüt gedulden müssen.

Der Mönchengladbacher, der bereits angeschlagen von den Relegationsspielen gegen den VfL Bochum zum DFB-Team gereist war, muss mit einer Muskelverletzung passen und ist bereits abgereist.

Reus, der zum dritten Mal verletzungsbedingt passen musste, wurde am Dienstag 22 Jahre alt - seinen Geburtstag hatte er sich bestimmt anders vorgestellt.

"Er wird zu Hause die Behandlungen fortsetzen", erklärte Flick. "Natürlich hätte er lieber gespielt, von daher hat es ihm schon weh getan."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel