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Thomas Müller absolvierte bislang 16 Spieler für die Deutsche Nationalmannschaft © getty

Im SPORT1-Interview spricht Thomas Müller über seine rasante Entwicklung in der deutschen Nationalmannschaft und Lionel Messi.

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Frankfurt/Main ? 2010 war das große Jahr des Thomas Müller:

Debüt in der Nationalmannschaft, Meister, Pokalsieger und Champions-League-Finalist mit dem FC Bayern und WM-Dritter mit dem DFB-Team.

Dazu die Auszeichnung als bester junger Spieler der WM und der Titel als WM-Torschützenkönig. All dies erreichte Müller im Alter von nur 20 Jahren.

Mittlerweile gehört der Bayern-Profi mit 16 Länderspielen sogar schon zu den Etablierten in der deutschen Mannschaft. Denn immer mehr noch jüngere Spieler rücken nach (Hintergrund: Hauen und Stechen im DFB-Mittelfeld).

"Es ist schon komisch. Ich bin erst seit März des vergangenen Jahres dabei", sagt Müller, der sich aber noch keinesfalls wie ein "alter Hase" fühlt (411485DIASHOW: Deutschland - Uruguay: Die Einzelkritik).

Im SPORT1-Interview spricht Thomas Müller über die rasante Entwicklung in der deutschen Nationalmannschaft, das EM-Qualifikationsspiel in Österreich (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER), Lionel Messi und die Hoffnung, Spanien endlich zu schlagen.

SPORT1: Was hat sich seit der WM verändert?

Müller: Bei uns sind noch einmal Jüngere nachgekommen, die Qualität mitbringen und auch Druck machen. Es macht einfach Spaß zu sehen, dass es im deutschen Fußball ganz gut läuft und wir in den nächsten Jahren ein schlagkräftiges Team auf dem Platz haben werden. Es ist schön, ein Teil davon zu sein.

SPORT1: Sie wurden bei der WM zum besten jungen Spieler gewählt, jetzt kommen schon wieder noch jüngere Spieler. Ist das nicht verrückt?

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Müller: Es ist schon komisch. Ich bin erst seit März des vergangenen Jahres dabei und gehöre fast schon zu den erfahrenen Spielern.

SPORT1: Fühlen Sie sich schon als "alter Hase"?

Müller: Nein, als "alter Hase" fühle ich mich nicht. Aber ich habe in den letzten zwei Jahren bei Bayern sehr viele wichtige Spiele gemacht. Deswegen habe ich schon das Gefühl, dass ich einiges mitgemacht habe. Natürlich nicht annähernd so viel wie die erfahrenen Spieler, aber ich bin nicht mehr ganz der Jungspund.

SPORT1: Sind Sie als Bayer für das Spiel beim Nachbarn Österreich besonders motiviert?

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Müller: Ich freue mich auf jeden Fall. Österreich will in Wien unbedingt gewinnen, für die ist es das Spiel des Jahres. Wenn die da gewinnen, können sie danach alle in den Ruhestand gehen und haben ein hohes Ansehen. Ich freue mich drauf, weil das Spiel sehr viel Brisanz hat. Von der Qualität sind die Österreicher sicher gut aufgestellt, doch wir gehen als Favorit in die Partie. Trotzdem müssen wir erst einmal gewinnen.

SPORT1: Miroslav Klose fehlt verletzungsbedingt. Ein Handicap?

Müller: Wir haben in Mario Gomez einen Stürmer, der super getroffen hat. Deswegen mache ich mir für die zwei anstehenden Länderspiele keine Sorgen.

SPORT1: 2008 hat Gomez gegen Österreich eine Großchance ausgelassen. Wo haben Sie das EM-Spiel vor drei Jahren gegen Österreich erlebt?

Müller: Ich war damals bei meinem heutigen Schwiegerpapa eingeladen. Wir haben gegrillt und das Spiel geguckt. Und wie ging es aus?

SPORT1: 1:0, Freistoß Ballack. Apropos: Denken Sie, dass Ballack noch einmal in die Nationalmannschaft zurückkehrt?

Müller: Das ist nicht mein Thema. Dafür bin ich der falsche Ansprechpartner.

SPORT1: Sie haben mit der Nationalmannschaft das Champions-League-Finale gesehen. Lionel Messi wurde frenetisch gefeiert. Spielt er in einer anderen Liga?

Müller: Das glaube ich nicht. Ich denke, im WM-Viertelfinale hat auch ein Messi mitgespielt, aber wir haben 4:0 gewonnen. Natürlich ist das Gesamtpaket Barcelona im Moment atemberaubend, aber ich hoffe, dass wir da auch mal hinschnuppern können.

SPORT1: Spaniens Nationalmannschaft ist fast mit der von Barca identisch. Wie stehen die Chancen, mit der Nationalmannschaft da "hinschnuppern" zu können?

Müller: Die letzten beiden Spiele haben wir 0:1 verloren, bei der WM durch einen Standard, was sehr ärgerlich war. Wir sind auf dem aufsteigenden Ast und wollen angreifen.

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