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Manuel Neuer gewann mit Schalke 04 in dieser Saison den DFB-Pokal © getty

Vor dem Österreich-Spiel spricht Manuel Neuer über seinen Wechsel zu Bayern München. Angst vor Eingewöhnungsproblemen hat er nicht.

Vom DFB-Team berichtetThorsten Mesch

Wien - Als Manuel Neuer und Joachim Löw den Presseraum des Wiener Ernst-Happel-Stadions um 14 Uhr betraten, wurden sie von einem wahren Blitzlichtgewitter empfangen.

Etwa 20 Kamerateams und weit über 100 Journalisten empfingen den Nationaltorwart, der an der Seite des Bundestrainers locker in Richtung Podium schlenderte.

Während die Pressevertreter aus Österreich vor allem neugierig auf Löws Einschätzung zum EM-Qualifikationsspiel (Fr., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) gegen das DFB-Team waren, interessierten die Mehrheit der Deutschen vor allem Neuers Ausführungen zu seinem seit Mittwoch feststehenden Wechsel zu FC Bayern.

Doch bis Neuer zu Wort kam, dauerte es. Die 25 Minuten machten nach der ewigen Hängepartie zwischen Schalke 04 und dem FC Bayern allerdings nichts mehr aus.

"Es hat sich über einige Zeit hingezogen", begann Neuer, "aber ich bin froh, dass ich an dem Punkt angelangt bin und verkünden kann, ab Sommer für den FC Bayern zu spielen und dass ich mich richtig darüber freue."

Neuer dankte "all den Leuten und Fans, die mich unterstützt haben" und hob seinen ehemaligen Jugend-Torwarttrainer Lothar Matuschak hervor, "der mich über viele Jahre begleitet hat und dem ich viel zu verdanken habe."

Neuer gab zu, dass die vergangenen Wochen nicht spurlos an ihm vorbei gegangen waren.

"Es hat mich schon belastet"

"Auf jeden Fall hat es mich schon belastet, weil sehr viel über mich berichtet wurde", erklärte der 25-Jährige und ergänzte: "Gut war es, dass ich dem Druck standgehalten habe."

Er habe durch den Stress der letzten Wochen "einige neue Lebenssituationen kennengelernt. Ich denke, es schadet einem nicht, diese Erfahrung zu machen", erklärte der gebürtige Gelsenkirchener, der in München einen Vertrag bis 2016 erhält.

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Neuers Transfer zum deutschen Rekordmeister sei "ein logischer Schritt" und "ein logischer Wechsel", hatte Bundestrainer Löw erklärt.

"Bayern spielt jedes Jahr um Titel mit. Das bedeutet für jeden Spieler eine Weiterentwicklung", sagte Löw und lobte die "gute Vereinspolitik der Bayern, viele deutsche Spieler zu haben."

Keine Angst vor Problemen mit FCB-Ultras

Neuer betonte, dass er nicht ins Ausland wechseln wollte, sondern "als Nationaltorwart im besten Verein in Deutschland spielen."

Er habe "natürlich persönliche Ziele und möchte mich weiterentwickeln", erklärte er seine Motivation für den Schritt nach München.

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Angst vor Problemen mit der Ultra-Szene unter den Bayern-Anhängern befürchtet er nicht.

"Bis jetzt habe ich noch keine konkrete Strategie, aber ich habe schon mit den Funktionären besprochen, dass wir auf die Fans zugehen werden", verriet der Schlussmann.

Lederhose kein Geschenk der Bayern

Auf die Frage, ob die Umstellung von Schalke zum FC Bayern womöglich doch etwas größer werden könnte, meinte Neuer:

"Ob die Uhren in München anders ticken, weiß ich nicht. Aber das wird man mir beibringen. Wir haben ja einige Spieler von Bayern in der Nationalmannschaft."

In punkto bayerischer Kleiderordnung braucht Neuer zumindest keine Nachhilfe mehr. "Ich habe schon eine Lederhose, aber die hat mir nicht der FC Bayern geschenkt."

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