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Joachim Löw ist seit August 2006 Trainer der Nationalmannschaft © getty

Der Bundestrainer erwartet im EM-Qualifikationsspiel in Österreich einen "intensiven Schlagabtausch". Eine Personalie bleibt weiter offen.

Vom DFB-Team berichtetThorsten Mesch

Wien - Bundestrainer Joachim Löw erwartet im Kräftemessen mit Österreich einen heißen Tanz.

"Wir stehen vor einem besonders interessanten und brisanten Duell", sagte Löw am Donnerstag in Wien auf der abschließenden Pressekonferenz vor EM-Qualifikationsspiel der deutschen Mannschaft in Wien (Fr., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

Das Ernst-Happel-Stadion wird mit 50.000 Zuschauern ausverkauft sein, wenn die Gastgeber dem WM-Dritten ein Bein stellen wollen.

"Fans werden sie nach vorne peitschen"

"Die Fans werden ihre Mannschaft nach vorne peitschen", glaubt Löw, für den die Österreicher "wie ein angeschlagener Boxer? sind, "nachdem sie zuletzt zwei Spiele verloren haben."

Für die Gastgeber sei das Spiel gegen das DFB-Team "die wahrscheinlich letzte Chance. Ein Unentschieden ist für sie wahrscheinlich zu wenig".

Genau diese Konstellation mache den Gegner gefährlich.

Mit sieben Punkten aus fünf Spielen steht Österreich hinter der DFB-Auswahl (15 Punkte aus fünf Spielen), Belgien (10/6) und der Türkei (9/5) auf Platz vier in der EM-Qualifikationsgruppe 4.

Kein großer Leckerbissen

Nachdem die Mannschaft von Teamchef Dietmar "Didi" Constantini mit Siegen gegen Kasachstan und Aserbaidschan und einem 4:4 in Belgien gestartet war, verlor sie das Rückspiel gegen Belgien und die Partie in der Türkei.

"Das 0:2 in Belgien liegt ihnen vermutlich besonders schwer im Magen", glaubt Löw, der davon ausgeht, dass die Österreicher gegen den großen Nachbarn noch einmal ihre Kräfte bündeln werden.

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"Sie werden enorm motiviert sein und werden alles in die Waagschale werfen. Sie werden verbissen kämpfen, wir werden dagegenhalten", sagte Löw, der "keinen großen Fußball-Leckerbissen" erwartet, sondern sich vielmehr auf eine Geduldsprobe einstellt.

Topleistung wird nötig sein

Die Österreicher dürften sich als Außenseiter wohlfühlen, "weil sie das Spiel nicht permanent gestalten müssen, sondern aus der Defensive kommen", erklärte der Bundestrainer.

Deutschland sei zwar "immer in einer Favoritenrolle, wenn man gegen Österreich spielt", meinte Löw, schob aber warnend nach: "Wenn uns keine Topleistung gelingt, wird es schwer zu gewinnen."

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Khedira-Einsatz noch fraglich

Der Coach muss allerdings noch um den Einsatz von Sami Khedira bangen.

Der Mittelfeldspieler von Real Madrid habe "die letzten beiden Einheiten größtenteils mit der Mannschaft trainiert", erklärte Löw.

Man werde allerdings "überhaupt kein Risiko" eingehen und beim Abschlusstraining "einen Härtetest" machen.

Entwarnung gab Löw im Fall von Lukas Podolski. Der Kölner habe zwar "leichte Probleme" gehabt, sei aber sei "auf jeden Fall einsatzfähig."

ÖFB-Team mit vier Bundesliga-Legionären

Österreichs Coach Constantini, der Bremens Marko Arnautovic aus disziplinarischen Gründen nicht berücksichtigte, setzt auf die Bundesligaprofis Christian Fuchs (Mainz), Emanuel Pogatetz (Hannover), David Alaba (Hoffenheim) und Martin Harnik (Stuttgart).

Das ÖFB-Team sei "von der Besetzung her so gut wie in den letzten Jahren nicht", findet Löw.

"Spieler wie Harnik und Fuchs spielen eine tragende Rolle in ihren Vereinen. Ich erwarte einen heißen, intensiven Schlagabtausch und ein heißes Spiel."

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