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Bundestrainer Jogi Löw feiert in seinem 67. Länderspiel den 46. Sieg © getty

Jogi Löw freut sich über den glücklichen Sieg gegen Österreich, bemängelt aber die fehlende Präzision im deutschen Spiel.

München - Nach dem glücklichen 2:1-Erfolg (Bericht u. 413577Bilder) der Deutschen Nationalmannschaft über Österreich ist Bundestrainer Jogi Löw die Erleichterung deutlich anzumerken.

Der Sieg sei zwar glücklich, erklärt der Coach, "aber manchmal zählt auch nur das Ergebnis". Den Grund für die nicht ganz den Erwartungen entsprechende Vorstellung sieht der Coach darin, dass die Spieler "mit ihren Kräften am Ende sind".

Philipp Lahm beurteilt das Spiel ähnlich pragmatisch wie Löw und freut sich vor allem über die drei Punkte.

Mario Gomez, der mit zwei Teffern der Matchwinner beim DFB-Team war, ist überglücklich. "Als der Ball in der Luft war, dachte ich schon: Geil!", schildert der Torjäger seine Eindrücke vor dem Siegtreffer.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Testspiel zusammen.

Trainer Joachim Löw (Deutschland): "Man muss klar sagen: Heute haben wir glücklich gewonnen. Wir konnten in vielen Phasen unsere spielerischen Vorteile nicht ausspielen. Wir haben heute viele Fehler gemacht und waren in allen Mannschaftsteilen nicht mehr so dynamisch und präzise. Ich habe das Gefühl, dass viele Spieler, besonders die WM-Teilnehmer, am Ende der Saison mit ihren Kräften am Ende sind. Wenn wir unsere Qualitäten ins Spiel gebracht hätten, hätten wir Österreich vor große Probleme gestellt. Wir haben sicherlich nicht gut gespielt, aber manchmal zählt auch nur das Ergebnis."

Philipp Lahm (Deutschland): "Das Glück muss man sich immer erarbeiten. Wir wollten viel, viel besser auftreten, aber haben halt die Klasse, doch noch ein Tor zu erzielen. Wenn es so ausgeht, kann man noch zufrieden sein. Wichtig ist, dass wir die drei Punkte eingefahren haben."

Mario Gomez (Deutschland): "Ich hatte spekuliert, auf den zweiten Pfosten zu gehen. Als der Ball in der Luft war, dachte ich schon: Geil! Fußball ist verrückt. Ich hatte keine Angst, auch nicht in diesem Stadion. Es war eine schwere Zeit für mich. Es ist auch nicht so, dass ich es schon komplett rumgerissen habe. Ich weiß, dass es erst zwei Spiele waren. Es muss weitergehen, dann hat der Trainer die Quali der Wahl. Ich möchte nicht durch eine Verletzung reinkommen."

Arne Friedrich (Deutschland): "Das ist eins der Spiele, wo man sagt, es war ein rabenschwarzer Tag. Wenn man dann doch gewinnt, ist das schön."

Dietmar Constantini (Nationaltrainer Österreich): "Die Leistung war in Ordnung, wir haben immerhin gegen den Vierten der Weltrangliste gespielt. Wir haben wieder einmal zu ungünstigsten Zeiten die Gegentreffer bekommen. Man sagt bestimnmt wieder, dass die Deutschen eben bis zum Schluss hellwach sind. Aber wir haben auch bis zum Schluss alles versucht."

David Alaba Österreich: "Wir haben uns viel vorgenommen, deshalb ist de Enttäuschung ist sehr groß. Ich denke, wir hätten heute mehr verdient. Trotzdem haben wir heute einen großen Schritt nach vorne gemacht. Deutschland hat eine sehr große individuelle Klasse. Vielleicht war das heute der Unterschied."

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