Das DFB-Team kann in Österreich nicht überzeugen, bringt aber drei Punkte mit. Nun gilt es, die Kräfte nochmal zu bündeln.

"Ich erwarte keinen großen Fußball-Leckerbissen", hatte Joachim Löw am Tag vor dem Spiel in Wien erklärt.

Der Bundestrainer behielt leider Recht.(DATENCENTER: EM-Qualifikation)

Allerdings dürfte er in seiner Prognose wohl eher an ein Geduldsspiel gegen einen defensiven und destruktiven Österreicher gedacht haben.

Österreich beeindruckte aber vielmehr mit einem schwungvollen und engagiertem Auftritt(Spielbericht und 413577Bilder), die deutsche Mannschaft enttäuscht spielerisch, fand kaum einen Bezug zur Partie und zum Gegner.

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Während die Gastgeber mit Volldampf ihre letzte Chance nutzen wollten, begnügte sich der WM-Dritte damit, nur das Nötigste zu tun - und hatte in Mario Gomez den Matchwinner, der als Stürmer den berühmten "Lauf" hat. (INTERVIEW: Gomez: "Da hört man schon ein paar Steine fallen")

Das 2:1 war mehr als schmeichelhaft, doch das DFB-Team hat ihre Chancen eiskalt genutzt und war wieder einmal an Muster an Effizienz.(413635DIASHOW: Die Einzelkritik)

Am Ende steht der sechste Sieg im sechsten Spiel. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf die zweitplatzierten Belgier, die ein Spiel mehr ausgetragen haben. Acht sind es auf die Türkei.

Mit einem Erfolg in Aserbaidschan dürfte die Qualifikation für die EM-Endrunde unter Dach und Fach sein. Dann geht es in den Urlaub - und den haben einige Spieler dem Anschein nach dringend nötig.

Die hohen Belastungen in den letzten Wochen haben ihre Spuren hinterlassen. Physisch wie psychisch.

Löw ordnete am Samstag eine Regenerationseinheit im Mannschaftshotel in Wien an. Die Spieler sollen die Köpfe frei bekommen, um in Baku am Dienstag noch einmal die letzten Kräfte zu bündeln.

Das dies gelingt, daran besteht kaum ein Zweifel.

Einen fußballerischen Leckerbissen darf man allerdings auch dort nicht erwarten.

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