Deutschlands Bilanz in der EM-Quali verdient Respekt. Bis zur Verwirklichung des Titeltraums ist es aber noch ein langer Weg.

Das 3:1 in Aserbaidschan (Spielbericht und 415526Bilder) war ein erfolgreicher Abschluss einer blendenden Saison.

Sieben Spiele, sieben Siege. Deutschlands Bilanz in der EM-Qualifikation ist makellos und verdient Respekt.

Nur Vize-Weltmeister Niederlande (sechs Siege in sechs Spielen) und Weltmeister Spanien (fünf Siege in fünf Spielen) sind bisher ebenfalls ohne Verlustpunkt.

[image id="8f2fc942-6476-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Mit einem Sieg gegen Österreich am 2. September kann die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw die Teilnahme an der EM-Endrunde 2012 vorzeitig perfekt machen.

Die abschließenden Spiele in der Türkei (7. Oktober) und gegen Belgien (11. Oktober) kann Löw dann bereits zu Testzwecken nutzen.(DATENCENTER: EM-Qualifikation)

Vorher steht noch am 10. August die Partie gegen Brasilien auf dem Programm. Ob Michael Ballack gegen den Rekord-Weltmeister sein Abschiedsspiel bekommt, ist dabei aber sekundär.

Nur so viel: Löw, der immerhin ein zeitnahes Gespräch mit dem Ex-Kapitän ankündigte, sollte endlich für klare Verhältnisse sorgen.

Gegen Brasilien geht es für den Bundestrainer vielmehr darum, seine jungen Spieler gegen einen qualitativ starken Gegner zu sehen und zu erfahren, ob sie auf höchstem internationalem Niveau bestehen können.

Das gilt auch für die Nachbarschaftsduelle mit den Niederlanden (15. November) und Frankreich (29. Februar 2012).

Bei allem Respekt vor der Türkei, Belgien oder Österreich - sie waren allesamt kein Maßstab für das deutsche Team.

Die Dortmunder Mats Hummels, Mario Götze, Marcel Schmelzer, Sven Bender und der Neu-Leverkusener Andre Schürrle (415527DIASHOW: Die Einzelkritik) werden zudem unter besonderer Beobachtung stehen, wenn sie mit ihren Vereinen in der kommenden Saison in der Champions League spielen.

Der Kern der Mannschaft, die bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine den ersten Titel seit 1996 holen soll, steht.

Viele neue Spieler werden kaum noch dazukommen, aber einige werden noch durch das Sieb fallen.

Youngster wie Schürrle oder Hummels erhöhen den Druck auf die Etablierten, von denen einige noch nicht einmal wissen, ob sie in ihren Vereinen regelmäßig zum Einsatz kommen werden.

Ob alt oder jung - wer bei der EM dabei sein will, muss sich über eine ganze Saison beweisen. Und die dauert länger als sieben Spiele.

Am Ende heißt es nach Charles Darwin "Survival of the fittest".

Denn nur mit den Stärksten wird es möglich sein, Spanien den EM-Pokal zu entreißen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel