Der Rauswurf von Michael Ballack aus der Nationalmannschaft droht zur unendlichen Geschichte zu werden, die keiner mehr ernst nimmt.

Spätestens seit diesem Wochenende dürfte feststehen, dass das Karriere-Ende von Michael Ballack in der Nationalmannschaft allen unbestrittenen Verdiensten zum Trotz in unrühmlicher Erinnerung bleiben wird.

Denn statt des längst fälligen Schlussstrichs droht eine dauerhafte Schlammschlacht. 29125(DIASHOW: Abschied des Unvollendeten).

Es stehen Aussage gegen Aussage, und keine Seite ist bereit, von ihrem Standpunkt zurückzuweichen.

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Laut DFB hat Joachim Löw seinem Ex-Kapitän Ballack schon bei einem persönlichen Gespräch Ende März mitgeteilt, dass er keine Zukunft mehr im Nationalteam hat und ihm bis 15. Juni Zeit gegeben, selber seinen Rücktritt zu verkünden.

Ballack sieht das komplett anders: Demnach habe Löw ihm gegenüber nie vom Ende der DFB-Laufbahn gesprochen, vielmehr habe er aus eigenen Stücken zurücktreten wollen und dafür vom Verband Zeit bis zum Beginn der neuen Saison bekommen.

Eine Seite sagt also die Unwahrheit, doch ob Löw oder Ballack das sind, könnten wohl nur ein Lügendetektor-Test oder ein Meineid-Prozess vor dem DFB-Sportgericht herausfinden.

Da beides nicht passieren wird, bleibt die Öffentlichkeit verwirrt und genervt in diesem Rosenkrieg zurück, der mehr und mehr an die Muppet-Show erinnert.

Vermutlich wird dieses Ping-Pong-Spiel von Attacke und Konter noch eine Zeit lang weitergehen.

Doch schon jetzt nimmt die Hauptdarsteller in diesem Kasperle-Theater keiner mehr ernst.

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