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Odisseas Vlachodimos vom VfB Stuttgart lief bisher 18mal für die U 17 auf © getty

Deutschlands U-17-Keeper Odisseas Vlachodimos spricht bei SPORT1 über die Favoritenrolle, Trainer Freund und sein Vorbild.

Von Jakob Gajdzik

Queretaro/München - Die Statistik ist beeindruckend:

Mit drei Siegen gegen Ekuador, Burkina Faso und zuletzt Panama (Bericht) gewann die U-17-Nationalmannschaft des DFB ihre Vorrundengruppe bei der WM in Mexiko souverän und steht nun im Achtelfinale gegen die USA am Donnerstag.

Elf Tore erzielten die "DFB-Bubis" dabei, erst einmal musste Torwart Odisseas Vlachodimos hinter sich greifen. (418786DIASHOW: Das ist die U 17).

"Wir sind gut drauf", sagt der Nachwuchstorwart des VfB Stuttgart im Interview mit SPORT1.

Der 17-Jährige spricht über den Gegner USA, Trainer Steffen Freund, sein Vorbild Manuel Neuer und ein angebliches Millionen-Angebot des FC Arsenal.

SPORT1: Sie haben in der Vorrunde drei Siege in drei Spielen gefeiert. Hat die Mannschaft derzeit einen richtigen Lauf?

Odisseas Vlachodimos: Wir sind gut drauf! Vor dem Turnier war das Achtelfinale unser Ziel, das haben wir nun erreicht. Jetzt geht es in die K.o.- Runde ? da kann man viel gewinnen aber auch verlieren. Wir wollen von Spiel zu Spiel denken. Auf uns warten schwere Gegner.

SPORT1: Nun geht es im Achtelfinale gegen die USA. Was wissen Sie über die Mannschaft und wie stark schätzen Sie sie ein?

Vlachodimos: Jede Mannschaft, die sich für das Achtelfinale qualifiziert hat, ist stark. Das US-Team ist insgesamt sehr gut organisiert. Die Trainer werden uns dementsprechend einstellen. Aber wir glauben an unsere Stärken und wollen weiterkommen.

SPORT1: Sie haben erst ein Gegentor im Turnier bekommen. Wie fällt Ihr persönliches Zwischenfazit der WM aus?

Vlachodimos: Ich kann bislang sehr zufrieden sein. Nicht nur mit meiner eigenen Leistung, sondern auch mit der gesamten Abwehrleistung. Wir stehen als ganzes Team sehr kompakt und jeder arbeitet gut nach hinten mit. Das ist bisher der Schlüssel für unseren Erfolg. Insgesamt bin ich sehr froh darüber, teil der Mannschaft zu sein. Die WM in Mexiko ist ein tolles Erlebnis, an das ich mich ein Leben lang erinnern werde.

SPORT1: Steffen Freund wollte vor Turnierstart die Favoritenrolle nicht annehmen. Wie stehen Sie jetzt dazu? (ZUR MELDUNG: Steffen Freund im SPORT1-Interview)

Vlachodimos: Damit sind wir richtig gefahren, wenn man sieht wie es anderen europäischen Teams ergangen ist. Wenn andere uns nach den Gruppenspielen als Favoriten sehen, okay. Wir selbst konzentrieren uns nur auf das nächste Spiel. Wenn wir unsere Leistung abrufen können, kommt der Rest von alleine.

SPORT1: Steffen Freund hat als Spieler viel erreicht, wurde Deutscher Meister, Champions-League-Sieger und Europameister. Wie ist er als Trainer?

Vlachodimos: Wir profitieren sehr von seiner Erfahrung. Er geht auf jeden Spieler ein, gibt uns Sicherheit und Selbstvertrauen. Dank ihm sind wir auf jeden Gegner bestens vorbereitet.

SPORT1: Träumen Sie schon ein wenig von den Finalspielen im gigantischen Aztekenstadion?

Vlachodimos: Ein Finale im Aztekenstadion ist ein Traum, keine Frage. Aber der Weg bis dahin ist noch lang. Die nächste Herausforderung heißt erstmal USA.

SPORT1: Bekommen Sie viele SMS und E-mails aus der Heimat? Verfolgen Sie, wie die Medien über das Turnier berichten?

Vlachodimos: Na klar, durch SMS, E-Mail und was das Internet sonst noch hergibt stehe ich in engem Kontakt mit Familie und Freunden. Am Frühstückstisch bekommen wir jeden Tag einen Pressespiegel und lesen, was in Deutschland über uns geschrieben wird. Artikel von SPORT1 sind auch immer mit dabei.

SPORT1: Sie nennen Manuel Neuer als Vorbild. Wollen Sie ihm bald Konkurrenz machen?

Vlachodimos: (lacht): Nein, er ist mein Vorbild, weil er momentan einfach der beste Torhüter ist. Er hat eine super Ausstrahlung, mit der er seiner Mannschaft viel Sicherheit gibt. Zudem ist er auch ein guter Fußballer. Mein Ziel ist es, auch einmal so weit zu kommen wie er.

SPORT1: Stimmt es, dass der FC Arsenal letztes Jahr ein Millionen-Angebot für Sie abgegeben hat?

Vlachodimos: Das habe ich auch gehört, das waren aber Gerüchte. Auch wenn einen so etwas ehrt und stolz macht, interessieren tun mich solche Sachen momentan überhaupt nicht. Mein Fokus liegt einzig und allein auf der Weltmeisterschaft. Ich möchte mich weiterentwickeln und in jedem Spiel meine Leistungen bestätigen.

SPORT1: Sie spielen momentan in der A-Jugend des VfB Stuttgart. Wie sieht ihre Zukunft aus?

Vlachodimos: Nach der Weltmeisterschaft beginnt für mich die Vorbereitung auf die neue Saison in der A-Jugend vom VfB Stuttgart. Alles weitere, wird man sehen.

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