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Mitchell Weiser schoss bei der Weltmeisterschaft bisher vier Tore © getty

Vor dem WM-Viertelfinale gegen England träumen die U-17-Junioren von einem Auftritt im "Fußballtempel". Freund bremst die Euphorie.

Morelia - Seine große Liebe ist der 1. FC Köln, doch seit einigen Tagen träumt Mitchell Weiser nur vom "Azteca".

"Ins Halbfinale einzuziehen und im Aztekenstadion aufzulaufen, wäre der Wahnsinn", sagt der Defensivspieler der deutschen U-17-Nationalmannschaft vor dem WM-Viertelfinale gegen den Erzrivalen England am Montag in Morelia.

Der Sohn des früheren Kölner und Wolfsburger Profis Patrick Weiser hat mit drei Treffern in vier Spielen maßgeblich dazu beigetragen, dass der DFB-Nachwuchs souverän in die Runde der letzten Acht eingezogen ist.

"Natürlich hoffen wir, dass wir es bis nach ganz oben schaffen. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Jetzt konzentrieren wir uns auf das Viertelfinale gegen England", sagte Weiser junior 418786(DIASHOW: Das ist die U 17).

"Das wird etwas ganz besonderes"

Dass die deutschen Nachwuchsspieler nach dem starken Auftritt im Achtelfinale gegen die USA (4:0) (Bericht) favorisiert sind, ist Weiser bewusst.

"Wir sind als Mannschaft einfach gut drauf. Wir stehen sehr kompakt in der Defensive und sind in der Offensive ziemlich effektiv. Wir wollen das Viertelfinale gewinnen und ins Halbfinale einziehen", sagte der Hip-Hop-Fan.

Und fügte an: "Das Spiel gegen England wird etwas ganz Besonderes werden. Zwei große Fußballnationen treffen aufeinander - ein richtiger Klassiker. Wir freuen uns riesig auf das Spiel."

Dort fanden "große Spiele statt"

Weiser, der vor wenigen Wochen erst mit den B-Junioren des 1. FC Köln Deutscher Meister geworden war und in Zukunft gerne bei den Profis der "Geißböcke" sein Geld verdienen möchte, würde ebenso wie seine Kameraden liebend gerne das Halbfinale und Finale im drittgrößten Fußball-Stadion der Welt als Hauptdarsteller erleben.

"In diesem Stadion fanden große Fußballspiele statt. Für viele gilt das Aztekenstadion als Fußballtempel. Es ist etwas Besonderes für jeden Fußballer, dort einmal spielen zu dürfen", sagte der deutsche Kapitän Emre Can.

"Da entscheidet das Quäntchen"

Für Trainer Steffen Freund ist aber auch schon das Duell mit den Engländern, mit denen man sich das Hotel teilt, ein großes Match.

"Natürlich ist das kein Spiel wie jedes andere, schließlich habe ich selbst viele Jahre auf der Insel gespielt", sagte der ehemalige Profi von Tottenham Hotspur.

Im Gegensatz zu seinen Jungs denkt Freund aber noch nicht an das Endspiel am 10. Juli: "Dafür ist es viel zu früh. In Ausscheidungsspielen kann alles passieren. Da entscheidet manchmal auch das Quäntchen Glück." (Freund: "Zu früh für Titelträume)

Für den Europameister von 1996 sind nach wie vor Brasilien und Mexiko die Topfavoriten auf den Titel.

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